Später K.-o.-Treffer besiegelt elfte Pioneers Niederlage

Feldkirch holt 0:2-Rückstand auf, verliert in Budapest aber mit 3:4.
Feldkirch Die Pioneers Vorarlberg finden einfach keinen Weg aus der Negativspirale. Auch im Auswärtsduell mit Budapest setzte es für die Montfortstädter eine knappe 3:4-Niederlage. Damit kassierten die Feldkircher die elfte Pleite in Folge und saisonübergreifend bereits die 20. Niederlage am Stück. „Der Grund war unser schwacher Start. So kannst du nicht in ein Match gehen“, ärgerte sich Headcoach Marko Ojanen nach der Schlusssirene. Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt den Vorarlbergern nicht, denn bereits am Samstagabend wartet das schwere Auswärtsspiel bei den Vienna Capitals.

Frühes Timeout nach frühen Rückstand
Bereits nach zehn gespielten Minuten platzte Ojanen an der Bande der Kragen. Mit einem frühen Timeout versuchte der Cheftrainer, seine Mannschaft wachzurütteln. Die Feldkircher fanden in der Anfangsphase überhaupt keinen Zugriff auf die Partie, während die ungarischen Gastgeber mühelos durch die neutrale Zone kombinierten.
Die logische Folge war ein schneller 0:2-Rückstand. In der fünften Minute nutzte David Silye einen Rebound zur Führung, da PIV-Keeper Alex Caffi nicht mehr rechtzeitig auf die Schienen kam. Auch beim zweiten Gegentreffer war der Feldkircher Schlussmann machtlos. Andras Mihalik schloss einen mustergültigen Konter überlegt ab und schob die quergelegte Scheibe ins Tor. Die lautstarke Ansprache von Ojanen verpuffte zunächst ohne spürbare Wirkung. Daran änderte auch das Debüt der beiden Letten Kristaps Skrastiņs im Sturm und Arvils Bergmanis in der Abwehr wenig. Der Verein verpflichtete das Duo erst vor wenigen Tagen als Reaktion auf die Ausfälle von Ville Immonen und Roni Allén.

Aufholjagd durch Lam und Murray
Nachdem die Montfortstädter den ersten Spielabschnitt mit Müh und Not ohne weiteren Gegentreffer überstanden hatten, kamen die Gäste wie verwandelt aus der Kabine. In der 25. Minute scheiterte Kapitän Guus van Nes nur knapp am Anschlusstreffer, als Budapest-Goalie Bence Balizs glänzend mit der Fanghand parierte. Budapest erhöhte ab der 29. Minute im Powerplay nochmals den Druck, doch Caffi hielt sein Team mit mehreren Paraden im Spiel.
Wenig später belohnten sich die Gäste für ihren Aufwand. Ein Schuss von Oliver Lam sprang nach einer glücklichen Abfälschung in hohem Bogen hinter Balizs zum 1:2 ins Netz (34.). Nur fünf Minuten später fing Niklas Wetzl die Scheibe ab und bediente Blake Murray, der nach einem Alleingang eiskalt zum 2:2-Ausgleich vollendete (39.).

Debüttor von Skrastins reicht nicht
Mit diesem Gleichstand nach 40 Minuten hatten die Gastgeber sichtlich nicht gerechnet. Feldkirch witterte die Chance auf Zählbares, doch im Schlussabschnitt schlug Budapest im Powerplay eiskalt zurück. Bendeguz Dobos brachte die Hausherren in der 49. Minute erneut in Führung.
Die Vorarlberger gaben sich jedoch keineswegs geschlagen. Drei Minuten vor dem Ende brachte Neuzugang Skrastiņs den Puck zum 3:3 über die Linie und krönte sein Debüt mit dem ersten Saisontor. Der Jubel währte allerdings nur kurz. Keine 60 Sekunden nach dem Ausgleich verwertete Carter Savoie einen Abpraller zum 4:3-Endstand für die Ungarn. ABR