Trotz Caffi-Festspielen wieder keine Punkte

Feldkirch kämpft beherzt, bleibt nach zwölf Runden aber klares Schlusslicht.
Feldkirch 95 Torschüsse innerhalb von 24 Stunden, von denen nur acht den Weg ins Netz fanden. Was wie ein Tippfehler klingt, ist die offizielle Wochenendstatistik von Alex Caffi nach dem Doppelpack in Budapest und Wien. Der Pioneers-Schlussmann agierte erneut in bestechender Form. Dennoch verhinderte auch der Routinier nicht, dass die Feldkircher ohne Zähler blieben.
Späte Nackenschläge
Am Freitag verloren die Montfortstädter erst in den Schlussminuten gegen Ferencváros. Nachdem Kristaps Skrastins in der 57. Minute der 3:3-Ausgleich gelang, fing sich die Mannschaft wenig später den entscheidenden Gegentreffer zum 3:4 ein.
Einen Tag später schnupperte das Schlusslicht in Wien an der Wende, als Blake Murray drei Minuten vor Schluss auf 2:3 verkürzte. Marko Ojanen nahm Caffi für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Da die Caps zeitgleich eine Strafe absaßen, drückten die Feldkircher in doppelter Überzahl aber erfolglos auf den Ausgleich. Sekunden vor der Schlusssirene traf Shane Gersich ins leere Gehäuse zum 2:4-Endstand.

Chronische Fehlstarts belasten die Bilanz
Nach rund einem Viertel des Grunddurchgangs fällt die Bilanz ernüchternd aus. 53 Gegentreffer, 26 eigene Tore und ein magerer Zähler spiegeln die prekäre Lage wider. Zwar verlor Feldkirch sechs dieser zwölf Partien mit nur einem Tor Differenz, doch ohne Caffis Glanztaten fielen die Resultate weitaus deutlicher aus.
In den letzten beiden Partien offenbarte sich erneut das PIV-Grundleiden. Sowohl in Ungarn als auch in Wien liefen die Feldkircher nach 20 Minuten einem 0:2 hinterher. Erst viermal hielten die Pioneers ein Unentschieden, mit einer Führung ging es noch nie in die erste Pause. “Natürlich nagt das am Selbstvertrauen, aber wir sprechen viel mit den Spielern. Wir sind nicht so weit weg”, hält Ojanen an seiner positiven Linie fest.

Skrastins setzt Akzente
Ojanens Zuversicht stützt sich auf eine intakte Moral. In beiden Partien steckte die Mannschaft nie auf und hielt die Entscheidung bis ins Finish offen. Zudem erwies sich Neuzugang Skrastins als echter Aktivposten. Der Lette, verpflichtet als Ersatz für den verletzten Ville Immonen, sammelte am Premierenwochenende gleich drei Scorerpunkte. Nach seinem Debüttor in Budapest glänzte der 24-Jährige in Wien als zweifacher Vorlagengeber für Brycen Martin und Murray.