Sensation am Staufen: Skibergsteiger stiehlt den Favoriten die Show

David Aberer aus Hohenems feiert Premierensieg. 15.000 Euro für Kinder gespendet
Dornbirn Mit David Aberer hatte wohl kaum jemand gerechnet. Der Skibergsteiger aus Hohenems sorgte beim 14. Dornbirner Staufenlauf für die große Überraschung und ließ die arrivierten Berglaufspezialisten hinter sich. In beeindruckenden 38:06,2 Minuten bezwang er die 1000 Höhenmeter auf Dornbirns Hausberg und feierte seinen ersten Sieg. Selbst der dreifache Staufensieger Jakob Mayer konnte nicht mithalten. Auch bei den Damen gab es mit Nicole Klingler aus Liechtenstein eine Premierensiegerin.
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Aberer lieferte beim härtesten Vertical Kilometer der Alpen eine Vorstellung ab, die aufhorchen lässt. Der Hohenemser setzte sich mit mehr als 42 Sekunden Vorsprung gegen den Niederländer Thijs de Lange (38:48,7) durch. Rang drei sicherte sich Thomas Reinthaler aus Graubünden in 39:27,0 Minuten. Auch die Vorarlberger Spitzenläufer mischten kräftig mit. Maximilian Mehele erreichte mit 40:44,2 Minuten den vierten Platz. Der dreifache Staufensieger Jakob Mayer, der 2014, 2017 und 2019 triumphiert hatte, musste sich diesmal mit Rang acht (41:39,8) begnügen. Radprofi Kilian Feurstein belegte mit 43:03,3 Minuten den zehnten Platz.

Bei den Damen setzte Nicole Klingler aus Eschen in Liechtenstein ein Ausrufezeichen. In 48:16,7 Minuten sicherte sie sich erstmals die Staufenkrone. Berglaufspezialistin Petra Summer aus Sulz lieferte in 49:03,6 Minuten ein starkes Rennen und wurde Zweite.
Für bemerkenswerte Leistungen sorgten auch die Teilnehmer abseits der Spitzenplätze. Der jüngste Starter, Julian Kohler-Luger aus Dornbirn, bewältigte den Anstieg in 57:05,1 Minuten. Besonders beeindruckend war Max Kessler, Jahrgang 1954. Der älteste Teilnehmer gewann trotz zweier künstlicher Kniegelenke seine Altersklasse in außergewöhnlichen 55:02,4 Minuten. Auch Johannes Pongruber, erst eine Woche zuvor Landesmeister beim Sparkassen-Marathon geworden, stellte sich trotz Regenerationsphase der Herausforderung.

Der vielleicht größte Erfolg des Tages wurde allerdings nicht auf der Strecke erzielt. Bei der anschließenden Siegerehrung auf dem Gelände des Camping Dornbirn konnten stolze 15.000 Euro Reinerlös für die Patenkinder von Joe Fritschs Initiative “Stunde des Herzens” übergeben werden. Das Megaevent wurde vom Kneipp Aktiv Club Dornbirn und der Staufenbewegung professionell organisiert und abgewickelt. VN-TK
