WM-Traum von René Rast ist Geschichte

Enttäuschendes WEC-Rennen in Katalonien: Nur Platz 14 für den Wahl-Bregenzer.
Barcelona Das war’s dann mit der Titelhoffnung von René Rast in der World Endurance Championship (WEC): Die dritte Nullnummer in Folge bei den Sechs Stunden von Barcelona, dem vorletzten Lauf der Langstrecken-WM, warf den Wahl-Bregenzer aus dem Titelkampf, den er bei Saisonhalbzeit noch angeführt hatte. Platz 14 im BMW M Hybrid V8 gemeinsam mit dem Niederländer Robin Frijns und Sheldon van der Linde aus Südafrika mit zwei Runden Rückstand auf den siegreichen Toyota (Buemi/Hartley/Hirakawa) brachte keine Punkte.

Rast liegt vor dem WEC-Finale am 8. November in Monza (die letzten beiden Rennen ersetzen die abgesagten Nahost-Läufe in Katar und Bahrain) in der Fahrer-WM mit weiterhin 75 Punkten auf Rang vier und kann das in Katalonien siegreiche Toyota-Trio (114) nicht mehr einholen. Durch den Doppelsieg (Platz zwei für Kobayashi/Conway/de Vries) steht Toyota auch als Hersteller-Champion vorzeitig fest.


Kein verfrühtes Geschenk zum 40er
Damit gab es auch kein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk für Rast, der am 26. Oktober seinen 40er feiern wird. “Wir haben schon in den Trainings gemerkt, dass uns Haftung und Geschwindigkeit fehlen. Das hat sich im Rennen bestätigt. Leider hatten wir einen zu geringen Reifendruck und mussten an die Box kommen und wurden bestraft, wodurch wir eine Runde zurückgefallen sind. Von dem Punkt an konnten wir nicht mehr zurückkommen, wir waren auch nicht schnell genug. Alles in allem war es ein sehr enttäuschendes Wochenende, wir haben die Meisterschaft an Toyota verloren. Aber sie haben das verdient, sie haben einen besseren Job absolviert als wir. Herzlichen Glückwunsch”, hielt Rast fair fest.
Einen österreichischen Erfolg gab es auf dem Catalunya-Kurs: Der Ybbsitzer Porsche-Werkfahrer Richard Lietz feierte mit seinen Manthey-Kollegen Riccardo Pera (ITA) und Yassir Shahin (AUS) im 911 einen dominanten Sieg in der GT3-Klasse, den ersten dieser WEC-Saison. Damit kann das Trio in Monza noch die Meisterschaft gewinnen, hat vor dem Finale aber 18 Punkte Rückstand auf Corvette-Pilot Johnny Edgar (GBR). Der Tiroler Clemens Schmid (ASP Akkodis Lexus) wurde in der GT3 13., der Salzburger Ferdinand Habsburg im vermutlich vorletzten Rennen mit Alpine Zehnter bei den großen Hypercars. Gerhard Kuntschik