Gerhard Berger: Vor 40 Jahren krank zum ersten Formel-1-Sieg

Sport / 28.10.2026 • 10:47 Uhr
Für Gerhard Berger war 1986 die zweite volle Saison
Für Gerhard Berger war 1986 die zweite volle Saison © Manfred Noger

Auftakt zu zehn Grand-Prix-Siegen.

Schwarzach Vor 40 Jahren schrieb Gerhard Berger beim Grossen Preis von Mexiko Formel-1-Geschichte. Trotz einer leichten Grippe feierte der damals 27-jährige Tiroler im Benetton-BMW seinen ersten Grand-Prix-Sieg und legte damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere.

Wenn am Sonntag der Große Preis von Mexiko über die Bühne geht, könnte das erst 20-jährige italienische Ausnahmetalent Kimi Antonelli im Mercedes einen entscheidenden Schritt in Richtung Weltmeistertitel machen und sich zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten krönen.

Vor genau 40 Jahren sorgte ein anderes aufstrebendes Talent auf dem rund 2.200 Meter hoch gelegenen Rundkurs von Mexiko-Stadt für Schlagzeilen. Gerhard Berger gelang 1986 beim ersten Großen Preis von Mexiko seit 1970 ein historischer Triumph. Obwohl der Tiroler von einer Grippe geschwächt war, lieferte er im Benetton-BMW eine beeindruckende Vorstellung ab.

Die dünne Höhenluft machte den Grand-Prix für Fahrer und Technik zu einer besonderen Herausforderung. Doch Berger ließ sich weder von den schwierigen Bedingungen noch von seiner angeschlagenen Gesundheit bremsen. Mit einer überzeugenden Leistung steuerte er seinen von einem BMW-Turbomotor angetriebenen Benetton B186 zum ersten Formel-1-Sieg seiner Karriere. Es war der Auftakt zu insgesamt zehn Grand-Prix-Erfolgen.

Eine defekte Batterie verhinderte dem Heimsieg 1986  am Österreichring
Eine defekte Batterie verhinderte dem Heimsieg 1986 am Österreichring © Manfred Noger

Dass Berger längst zu den schnellsten Piloten im Feld gehörte, hatte er bereits zuvor eindrucksvoll bewiesen. Beim Heim-Grand-Prix auf dem legendären Österreichring (heute Red Bull Ring) in Zeltweg lag der Tiroler in Führung, ehe ihn ein technischer Defekt an der Batterie um einen möglichen Sensationssieg brachte.

Enzo Ferrari hatte das Talent längst erkannt

35 Grand-Prix-Starts benötigte Gerhard Berger, ehe er erstmals ganz oben auf dem Siegerpodest stand. Sein Talent war auch Enzo Ferrari nicht verborgen geblieben. Bereits vor seinem Triumph in Mexiko-Stadt hatte Berger einen Vertrag mit der Scuderia Ferrari für die Saison 1987 unterschrieben.

Der Sieg in Mexiko war damit nicht nur der erste große Höhepunkt seiner Formel-1-Laufbahn, sondern zugleich die eindrucksvolle Bestätigung, dass Ferrari mit der Verpflichtung des jungen Tirolers die richtige Entscheidung getroffen hatte.