Pioneers brechen nach starkem Beginn ein

Feldkirch führt gegen Ljubljana, bricht im Schlussabschnitt aber ein.
Feldkirch Wie lange müssen die Pioneers noch auf ihren ersten Saisonsieg warten? Nach der bitteren 1:5-Heimpleite gegen Ljubljana scheint auch Sportdirektor Michael Lampert nach 16 sieglosen Partien der Geduldsfaden zu reißen. Nach der Schlusssirene kündigte Lampert an, dass er die sportliche Situation nach den nächsten beiden Spielen einer schonungslosen Analyse unterziehen wird. Ob dies bedeutet, dass die Montfortstädter in der anstehenden Nationalteampause personell nachjustieren, ließ er vorerst offen. Bereits zu Wochenbeginn trennte sich der Verein von Verteidiger Anthony Costantini, der als überzähliger Legionär in Richtung Slowakei weiterzog.
Mutiger Auftakt bringt Führung
Gut dreieinhalb Wochen ist es her, dass die Feldkircher im ersten Duell gegen die Slowenen eine 0:8-Abfuhr kassierten. Es war die bisher höchste Saison-Niederlage. Trotz dieser Schlappe versteckten sich die Gastgeber im zweiten Duell nicht und spielten mutig mit. Nachdem eine Powerplay-Möglichkeit nach wenigen Minuten ergebnislos verstrich, hatte Guus van Nes in der fünften Minute die Führung auf dem Schläger. Er scheiterte nach einem Alleingang an Olimpija-Keeper Zan Us. Fünf Minuten später verfehlte Blake Murray das leere Tor. Ein Zuspiel von Noah Serdachny geriet zu ungenau und Murray verpasste seinen neunten Saisontreffer.

Dieser selbstbewusste Auftritt des Tabellenletzten war notwendig, um gegen die starken Slowenen im Spiel zu bleiben. In der 13. Minute münzten die Gastgeber diese Taktik tatsächlich in Zählbares um. Aus zentraler Position fand Kristaps Skrastins die Lücke zum 1:0. Die Gäste schienen im Startdrittel noch mit angezogener Handbremse zu spielen und zeigten nur phasenweise, welche Qualität in ihrem Kader steckt. Vier Minuten vor der Drittelpause vergab Drachen-Goalgetter Joshua Lawrence eine Doppelchance. Zunächst parierte Alex Caffi stark, dann rettete der Pfosten vor dem Ausgleich.

Bitteres Aluminiumpech leitet Wende ein
Im Mittelabschnitt erhöhten die Favoriten spürbar den Druck. Zwar verteidigten die Feldkircher das erste Unterzahlspiel in der 25. Minute noch erfolgreich, doch die Gäste schnürten die Montfortstädter fortan immer tiefer in der eigenen Zone ein. In der 30. Minute verpassten die Gastgeber das 2:0 nur um Haaresbreite, als ein Schuss von Skrastins an der Stange landete.

Sechs Minuten später klatschte der Puck erneut an das Metall des slowenischen Gehäuses. Nach einem Konter verhinderte das Torgestänge bei einem Versuch von Colin Leeb den zweiten Treffer. Die vergebene Großchance rächte sich postwendend. Im direkten Gegenzug fand der 27. Schuss der Gäste durch Marcel Mahkovec die Lücke durch Caffis Schoner zum 1:1. Nur 33 Sekunden vor der zweiten Pausensirene drehte Ljubljana das Match endgültig, als Rozle Bohinc einen Abpraller eiskalt zur 1:2-Gästeführung verwertete.
Doppelschlag erstickt Hoffnungen im Keim
Die geplante Feldkircher Aufholjagd im Schlussabschnitt währte keine 60 Sekunden. Ein blitzschneller Doppelschlag der Gäste machte sämtliche Hoffnungen frühzeitig zunichte. Bine Masic und Nathaniel Halbert nutzten zwei grobe Unachtsamkeiten in der Feldkircher Hintermannschaft gnadenlos aus und schraubten das Resultat innerhalb einer Minute auf 1:4. Von diesem Schock erholten sich die Hausherren nicht mehr. Die Slowenen kontrollierten das Geschehen nach Belieben, ließen weitere Chancen auf einen noch höheren Kantersieg liegen und setzten im Finish mit dem Treffer zum 1:5-Endstand den Schlusspunkt unter einen ernüchternden Abend. ABR
