Plötzlich ganz vorne: Mit fast 34 blüht der Exprofi richtig auf

Neue Position, fünf Treffer und jede Menge Spielwitz: Der Wechsel war perfekt.
Bizau Julian Wießmeier erlebt beim FC Bizau eine neue Seite seiner Fußballkarriere. Der deutsche Exprofi, der am 4. November seinen 34. Geburtstag feiert, fühlt sich in seiner neuen Rolle als echte Sturmspitze pudelwohl. Statt wie früher vorwiegend über die Außenbahnen und Zentrum zu kommen, spielt der erfahrene Offensivmann nun ganz vorne. Fünf Treffer in zehn Meisterschaftsspielen machen ihn zum bislang erfolgreichsten Torschützen der Bizauer. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht.
„Ich spiele lieber in der Offensive und das System hat mir von Anfang an gut reingepasst. Ich habe richtig viel Spaß und Lust am Fußballspielen. Es gefällt mir sehr gut in Bizau“, erzählt Wießmeier. Der Wechsel in den hinteren Bregenzerwald hat dem ehemaligen Bundesligaprofi offensichtlich gutgetan. Seine neue Aufgabe ist dabei mehr als nur Tore zu erzielen. Mit seiner Erfahrung soll er Verantwortung übernehmen, die Mannschaft führen und gerade in schwierigen Spielphasen vorangehen.
Wie wertvoll der Neuzugang für die Bizauer bereits geworden ist, zeigt auch ein Blick auf seine Einsatzzeiten. Wießmeier hat bislang keine einzige Meisterschaftspartie versäumt. Neunmal stand er über die gesamten 90 Minuten auf dem Rasen, lediglich einmal wurde er in der 82. Minute ausgewechselt.
Noch im Frühjahr hatte Wießmeier beim FC Dornbirn mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. In der entscheidenden Phase der Meisterschaft fehlte er deshalb bei wichtigen Begegnungen. Der Deutsche ist verletzungsfrei, körperlich belastbar und kann seine Stärken Woche für Woche zeigen.
Gewöhnungsbedürftig war zunächst allerdings die lange Anreise in den hinteren Bregenzerwald. Mittlerweile machen Fahrgemeinschaften die Fahrten wesentlich angenehmer. Der zusätzliche Aufwand ist für Wießmeier kein Hindernis, schließlich passt es für ihn sportlich und menschlich.
Am Freitag (19 Uhr) wartet im Bergstadion das Heimspiel gegen Hard. Bizau liegt mit 17 Punkten auf Rang fünf, Hard ist mit 15 Zählern Achter. Wießmeier möchte mit seiner Mannschaft den nächsten Sieg feiern und am liebsten selbst wieder treffen. Der bald 34-Jährige hat jedenfalls noch einiges vor. Seine neue Rolle ganz vorne scheint ihm dabei wie auf den Leib geschneidert. VN-TK