Vier Pleiten, sieben Spiele ungeschlagen: Jetzt steigt das brisante Derby

Der eine kämpft gegen die Mini-Krise, der andere Klub träumt vom großen Aufstieg
Frastanz Vor wenigen Wochen war die Fußballwelt noch eine völlig andere. Der SV Frastanz mischte in der Vorarlbergliga vorne mit und schien auf dem besten Weg, sich dauerhaft in der Spitzengruppe festzusetzen. Doch aus der vielversprechenden Ausgangslage ist mittlerweile eine sportliche Durststrecke geworden. Vier Niederlagen hintereinander, drei davon ohne eigenen Treffer, ließen die Mannschaft von Trainer Rifat Sen bis auf den elften Tabellenplatz abrutschen. Und ausgerechnet jetzt kommt mit dem FC Koblach eines der formstärksten Teams der Liga an die Untere Au. Am Freitag um 19 Uhr wartet ein Oberlandderby mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen.
Während Frastanz nach einem Weg aus der Ergebniskrise sucht, hat sich Koblach längst zu einem ernsthaften Anwärter auf den Aufstieg entwickelt. Die Mannschaft von Trainer Rainer Spiegel stand im bisherigen Herbst bereits dreimal an der Tabellenspitze und zweimal auf Rang zwei. Fünf Spieltage auf einem Aufstiegsplatz unterstreichen die Ambitionen der Koblacher, die aktuell als Tabellenzweiter in das Derby gehen.

Dabei ist die bisherige Erfolgsgeschichte alles andere als selbstverständlich. Seit Monaten muss Spiegel auf mehrere Stammkräfte verzichten. Andere Mannschaften wären unter diesen Voraussetzungen wohl längst ins Straucheln geraten. Koblach hingegen hat aus der personellen Not eine bemerkenswerte Stärke entwickelt. Drei Siege und vier Unentschieden aus den jüngsten sieben Begegnungen zeigen, wie schwer diese Mannschaft derzeit zu bezwingen ist.
Der Trainer sieht darin vor allem den außergewöhnlichen Charakter seiner Spieler. Trotz aller Ausfälle ist der Zusammenhalt ungebrochen, der Glaube an die eigenen Möglichkeiten entsprechend groß. Auch das große Ziel wird inzwischen offen ausgesprochen. „Wir sind auf einem guten Kurs, aber die Entscheidung über einen möglichen Aufstieg fällt erst im Frühjahr. Es ist aber unser Ziel“, sagt Spiegel.

Frastanz-Torjäger Timo Pfeffer hat bereits acht Saisontreffer erzielt, Koblachs Bruno Gervasoni hält sogar bei neun Toren. Beide besitzen die Qualität, eine Begegnung mit einem einzigen Moment zu entscheiden. Frastanz will den Befreiungsschlag, Koblach hofft den Erfolgsrun fortzusetzen. VN-TK