Zehn Spiele Sperre! Tätlichkeit zieht außergewöhnlich harte Strafe nach sich

STRUMA greift durch: Auch falsche Namen und Nachwuchssperren sorgen für Wirbel.
Meiningen Eine Tätlichkeit, eine außergewöhnlich lange Sperre und jede Menge Gesprächsstoff: Der Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) des Vorarlberger Fußballverbandes (VFV) hat gegen einen Spieler des Landesligisten SK Meiningen eine unbedingte Sperre von zehn Pflichtspielen ausgesprochen. Der Vorfall ereignete sich beim 2:3 gegen Tabellenführer FC Au. Besonders brisant: Der betroffene Akteur hatte sich die Tätlichkeit bereits kurz nach seiner Einwechslung geleistet.

Im Nachwuchs musste der STRUMA einschreiten. Besonders pikant ist ein Vorfall beim FC Dornbirn U13 B. Im Spiel gegen die Vorarlberg U13 Mädchen wurde ein Spieler unter falschem Namen eingesetzt. Die Konsequenzen sind hart: Das Spiel wird mit 3:0 für die Mädchen strafverifiziert, die drei Punkte gehen an sie. Zusätzlich wurde gegen den FC Dornbirn eine Strafe von 500 Euro verhängt. Der Fall wirft erneut die Frage auf, weshalb es im Nachwuchs überhaupt zu solchen Verstößen kommt. Schließlich sollte gerade bei den Jüngsten der faire sportliche Wettbewerb im Vordergrund stehen.
Dass es auch auf dem Spielfeld mitunter ordentlich zur Sache geht, zeigen weitere Urteile. Ein Spieler des FC Höchst U15 wurde wegen einer Beleidigung im Meisterschaftsspiel gegen die SPG Blumenegg U15 für vier Pflichtspiele unbedingt gesperrt. Drei Spiele muss ein Akteur der SPG Vorderland U18 nach einer Unsportlichkeit gegen den FC Höchst U18 pausieren. Selbst im Nachwuchsbereich werden damit Sperren ausgesprochen, die einen erheblichen Teil der Meisterschaft betreffen können.
Auch die U16-Mädchen des FC Schruns bekamen die Konsequenzen eines Regelverstoßes zu spüren. Weil die Mannschaft zum Meisterschaftsspiel gegen den SC Hatlerdorf nicht antrat, wurde die Begegnung mit 3:0 und drei Punkten für Hatlerdorf gewertet. Zusätzlich muss der FC Schruns 200 Euro Ordnungsstrafe bezahlen.
In der 4. Landesklasse beschäftigte zudem ein Vorfall beim 6:3-Sieg des FC Hörbranz 1b gegen den SC Fußach 1b den Ausschuss. Dabei ging es um die Nichtbefolgung einer Anordnung eines Spieloffiziellen. Die Leiblachtaler müssen 200 Euro Strafe bezahlen. Wegen falschen Rückennummern von Spielern erhielten Röthis, FC Lustenau und Feldkirch Strafen aufgebrummt. VN-TK

