Aufsteiger Riefensberg stellt die Kräfteverhältnisse auf den Kopf

Sport / 05.11.2026 • 15:15 Uhr
Riefensberg Kicker Dennis Schwarz (r.) will den ersten Heimsieg fixieren. VN-SERRA
Riefensberg Kicker Dennis Schwarz (r.) will den ersten Heimsieg fixieren. VN-SERRA

Fünf Punkte vor Ludesch, aber daheim noch ohne Sieg, zwei besondere Abschiede.

Riefensberg Damit hätten vor Saisonbeginn wohl die wenigsten gerechnet. Nicht der SV Ludesch, sondern Aufsteiger FC Riefensberg geht mit fünf Punkten Vorsprung ins letzte Duell des Jahres. Die Wälder stehen mit 13 Zählern auf Rang zehn, die Walgauer mit acht Punkten am Tabellenende der VOL.AT Eliteliga. Am Freitag um 18:30 Uhr treffen die beiden Teams auf dem Sportplatz Riefensberg aufeinander. Ein Sieg würde die Gastgeber mit einem beruhigenden Polster in die Winterpause schicken.

Ganz zufrieden ist Riefensbergs Trainer Michael Fink mit dem bisherigen Herbst allerdings nicht. Besonders vor eigenem Publikum blieb seine Mannschaft hinter den Erwartungen zurück. “In den Heimspielen ist es bislang nicht nach Wunsch gelaufen”, räumt Fink ein. Nun soll endlich wieder ein voller Erfolg her. Mit 16 Punkten zu überwintern, wäre für den Aufsteiger ein versöhnlicher Abschluss. Verzichten muss der Coach auf Patrick Bilgeri.

Riefensberg Coach Michael Fink hofft zuhause auf den ersten Dreier. VN-SERRA
Riefensberg Coach Michael Fink hofft zu Hause auf den ersten Dreier. VN-SERRA

Für Janne Heinrich wird die Partie zu einem ganz besonderen Abend. Der Riefensberger muss wegen Rückenproblemen seine aktive Laufbahn beenden und schnürt gegen Ludesch zum letzten Mal die Fußballschuhe. Riefensberg erzielte in zwölf Partien lediglich 15 Treffer, Ludesch einen mehr. Alex Fink (sechs Tore) und Julian Birgfellner (4) sind die auffälligsten Riefensberger Angreifer. Bei Ludesch sollen Adem Kum (8), Burtscher und Özcan (je vier) für die entscheidenden Momente sorgen.

Ludesch Torjäger Adem Kum will sein Torkonto erhöhen. VN-PAULITSCH
Ludesch Torjäger Adem Kum will sein Torkonto erhöhen. VN-PAULITSCH

Die Walgauer hatten im Herbst mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen. Interimstrainer Johannes Sturn musste immer wieder Ausfälle verkraften, die seine Mannschaft trotz teilweise guter Leistungen nicht kompensieren konnte. Zuletzt beim Punktgewinn in Lustenau zeigte Ludesch jedoch eine starke zweite Halbzeit. Angesichts zahlreicher vergebener Möglichkeiten wäre laut Sturn sogar ein Sieg verdient gewesen.

Für den letzten Auftritt im Bregenzerwald fordert der Coach nochmals vollen Einsatz. “Aber jetzt versuchen wir in Riefensberg nochmals, alles in die Waagschale zu werfen”, kündigt Sturn an. Der Gegner sei gut, dennoch sei etwas möglich, wenn seine Mannschaft in den Zweikämpfen voll da sei.

Auch für Sturn endet am Freitag ein Kapitel. Er wird die Walgauer letztmals als Interimstrainer betreuen. VN-TK