Leserbrief: Aus Alt mach neu

Der Epheserbrief beschreibt den inneren Wandel als Kern des Glaubens: Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Der alte Mensch steht für die genannten Haltungen wie Groll, Bitterkeit, Angst und Selbstüberschätzung. Wer daran festhält, bleibt gebunden. Loslassen heißt, die eigene Sündhaftigkeit anzuerkennen, sich Gott zu übergeben und sich für Erneuerung zu öffnen: Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt. Diese Umkehr ist kein einmaliger Schritt, sondern ein lebenslanger Prozess. Loslassen ist ständige Bewegung. Paulus beschreibt sie so: Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Ein guter Vorsatz für 2026!
Gerd Guderjahn, Hard