Lebenslang engagiert für Wirtschaft und Familie

Beruflich hoch angesehen und mehrfach ausgezeichnet, zeigte Rudolf Klas auch im Privaten Fürsorge und außergewöhnliche Aktivität bis ins hohe Alter.
Von Katja Grundner
Feldkirch Rudolf Klas bekam im Jahr 2000 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Der Österreichische Sparkassenverband zeichnete ihn mit der Großen Sparkassen-Ehrennadel aus und die Wirtschaftskammer Vorarlberg mit der Ehrenmedaille für besondere Verdienste um die gewerbliche Wirtschaft. Beruflich vielbeschäftigt und erfolgreich, galt seine Freizeit aber immer voll und ganz seiner Familie.

Aktiv bis zuletzt
Rudolf begann mit 17 Jahren bei der Sparkasse der Stadt Feldkirch zu arbeiten. Mit 37 Jahren übernahm er die Leitung und mit 43 wurde er Vorstandsvorsitzender. Daneben war er Mitglied in zahlreichen Gremien und Aufsichtsräten: Zum Beispiel gehörte er dem Vorstand des Tourismusvereins Feldkirch an, wo er 1994 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Dieselbe Auszeichnung erhielt er von der Pfadfindergruppe St. Georg Feldkirch, bei der er über fünf Jahrzehnte hinweg die Funktion des Kassiers ausübte.

Auch in seiner Freizeit war er sehr aktiv: Mit seiner fünfköpfigen Familie ging er viel wandern, Ski fahren und windsurfen. Außerdem unternahm er mit seiner Frau Elfriede gern ausgedehnte Radtouren.

Später machte der in Gisingen Lebende gern Dreigenerationenurlaube mit seinen insgesamt vier Enkeln. Vor allem nach der Pensionierung widmete er sich intensiv dem Bergsteigen und hatte schlussendlich fast alle Vorarlberger Gipfel erklommen. Noch mit 87 Jahren – wenige Monate vor seinem unerwarteten, aber friedlichen Tod am 19. Jänner 2026 infolge eines Herzstillstands – war er in Montenegro unterwegs.

Liebevolles Miteinander
So mancher mag sich einen Sparkassenleiter als rigiden Vater ausmalen, doch auf Rudolf traf das nicht zu. Er war gütig und liebevoll. Gleichzeitig war er aber auch ein ausgeprägter Verstandesmensch. In der Familie wird erzählt, dass er nach seiner Geburt am 2. Juli 1938 lange auffallend schweigsam war. Dann plötzlich mit drei Jahren sprudelten die Worte aus ihm heraus. Dies war wie ein früher Hinweis auf seinen Charakter, denn auch als Erwachsener wog er seine Worte sorgfältig ab.

Eine ideale Ergänzung zu Rudolfs Rationalität war die Herzlichkeit und kreative Ader seiner Frau Elfriede, die ursprünglich aus Innsbruck kam. Die beiden waren über sechs Jahrzehnte lang glücklich verheiratet. Ihr Tod im Jahr 2024 bedeutete für ihn einen schmerzlichen Verlust. Nichtsdestotrotz behielt er seine übliche Positivität und Offenheit bei. Denn während er den Haushalt und das Kochen in klassischer Rollenaufteilung immer seiner Frau überlassen hatte lernte er beides noch in hohem Alter von Grund auf.

Als Elfriede in ihren letzten Lebensjahren wiederholt im Spital war begann Rudolf, sich ganz einfache Rezepte zu notieren: zum Beispiel wie man Reis mit Gemüse oder ein Ei kocht. Mit der Zeit wurde er so gut, dass er seine Familie mit aufwendigen Vier-Gänge-Menüs bekochte. Schlussendlich spiegelte das seine Lebensphilosophie als Ganzes wider: seine Einsatzbereitschaft mit zeitgleicher Fürsorge für seine Liebsten.
Begleitet durch: Bestattung Nuck
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