Leserbrief: Höhere Zulagen für Personalvertreter – Finanzieller Realitätsverlust

Leserbriefe / 31.03.2026 • 11:13 Uhr
Leserbrief: Höhere Zulagen für Personalvertreter – Finanzieller Realitätsverlust

Die Neuregelung der Zulagen für vom Dienst freigestellte Lehrer-Personalvertreter ist leider gründlich misslungen. Fakt ist, dass es eine verlässliche, gut nachvollziehbare Neugestaltung gebraucht hat. Bis dato war es eher ein “Daumen mal Pi”-System – willkürlich und nicht wirklich nachvollziehbar. Grundgehalt als Lehrperson & Funktionszulage sollen ein faires und angemessenes Entgelt für eine anspruchsvolle Arbeit als engagierte “hauptberufliche” Personalvertreter ergeben. Dass es nun Grundgehalt & Funktionszulage von 1360 Euro bis 3580 Euro geworden sind, ist völlig abwegig! Dazu muss man wissen: SchuldirektorInnen erhalten zu ihrem Grundgehalt eine monatliche Zulage je nach Schulgröße / Anzahl der Klassen und Dienstalter von 500 Euro bis max. 1500 Euro. Daran hätte man sich orientieren können, das wäre angebracht und angemessen gewesen! Als ehemaliger Personalvertreter (über 40 Jahre, ohne je einen Cent Zulage zu erhalten) schäme ich mich für dieses unwürdige Schauspiel unserer Gewerkschaftsspitze!

OSR Bernd Dragosits, Direktor i. R., Bregenz