Leserbrief: Die Stunde des Bundespräsidenten

Sehr geehrter Herr Dr. Böckle, als ich Ihren Leserbrief in den VN vom 10.4.26 gelesen habe, dachte ich zuerst, das wäre eine verspätete Veröffentlichung für die Faschingsausgabe. Aber nein, Sie wollen allen Ernstes unserem Herrn Bundespräsidenten, der seit Jahren mit sehr viel Wissen, Verständnis und Umsicht an der Spitze unseres Landes steht, Vorschläge für seine Arbeit machen!?! Und Sie hätten gerne Herrn Kickl an der Spitze unserer Regierung, der sich bisher nur durch Kritik, Anklagen und unqualifizierte, ja beleidigende Äußerungen (ich erinnere an seine Aussage über die “Mumie in der Hofburg”) hervorgetan hat. Ich fasse es nicht, wie kann man heute, wo rundherum alles im Aufruhr, im Krieg, im Umsturz ist, nur solche Gedanken haben!?! Sie sind doch hoffentlich nicht einer von den Ewig-Gestrigen, die nach einem starken “Führer” rufen – das hatten wir schon mal, mit katastrophalen Folgen, nicht nur für Österreich. Natürlich haben Sie – leider – viele Gesinnungsgenossen, die immer kritisieren und zündeln, aber brauchbare Vorschläge kommen von dieser Seite nicht. Daher lassen wir unsere Regierung und vor allem unseren sehr geschätzten Herrn Bundespräsidenten einfach weiterarbeiten. Wir leben in einer Demokratie, daher können Sie wie auch ich unsere gegensätzlichen Meinungen äußern.
Elvira Maul, Feldkirch