Marktführer in Italien mit Produkten aus Vorarlberg

Vorarlberger Milchverarbeiter liefert seine Produkte immer öfter nach Italien und ist damit Teil des Marktführers auf der Apenninhalbinsel.
Feldkirch, Bozen, Baden Die Sorgen waren groß, als im vergangenen Jahr die Vorarlberg Milch, der größte Milchverarbeiter im Land, in schwieriger finanzieller Lage ins Reich der NÖM (Niederösterreichische Molkerei) fusionierte. Heute sind die 444 Mitglieder Aktionäre des Molkereiriesen mit Sitz in Baden bei Wien und tragen ihren Teil zum Erfolg bei. Denn der italienische Ableger des Unternehmens, die Latteria NÖM mit Sitz in Bozen, kann in Italien über einen entscheidenden Erfolg der Geschäftstätigkeit berichten. “Dazu hat auch Vorarlberg beigetragen”, freut sich Norbert Sieber, der die Vorarlberger Interessen im Aufsichtsrat der NÖM vertritt.
Marktführer in Italien
Nun ist dem Unternehmen etwas gelungen, was Müller, einem der größten Molkereikonzerne Europas, bislang nicht geglückt ist: Latteria NÖM hat Platzhirsch Danone nach 35 Jahren als italienischer Marktführer in der Produktkategorie “Joghurt und Kefir” abgelöst. Innerhalb eines Jahres konnte das Verkaufsvolumen in Italien laut Unternehmensangaben um rund 30 Prozent gesteigert werden.

Die Italiener bevorzugen am Kühlregal Produkte der Marke “Milk”, unter der die NÖM-Joghurts bekannt sind. Die Latteria NÖM hat nun einen Marktanteil von 10,5 Prozent, gefolgt von Danone mit 10,3 Prozent und Müller mit 9,1 Prozent. Und ein guter Teil dieser Produkte wird in Vorarlberg erzeugt. Aktuell fahren jede Woche 20 vollgepackte Lkw von Feldkirch nach Italien, und es sollen noch mehr werden, so Sieber gegenüber den VN. “Der Turnaround ist bereits jetzt geschafft.”
Weiteres Wachstum erwartet
Das Unternehmen und mit ihm Aufsichtsrat Sieber rechnen damit, dass diese Menge an Joghurt aus Vorarlberger Milch noch ausgebaut werden kann, denn im September oder Oktober soll in Feldkirch die neue leistungsfähigere Abfüllanlage installiert werden, heißt es seitens der Vorarlberg Milch. “Es läuft alles in die richtige Richtung”, zeigt sich Sieber zuversichtlich, dass der Betrieb in Vorarlberg auch in Zukunft seinen Lieferanten, die ja gleichzeitig Aktionäre der NÖM sind, ihre Milch zu einem guten Preis abnehmen wird.