Leserbrief: Geburtenrückgang

Zum Kommentar in den VN vom 12. August 2026:
Diesen Essay habe ich für den Leserbrief abgeschrieben, weil er mir mit wenigen Strichen Wesentliches zur größten Frage der Menschheit sagt, die schon die griechischen Philosophen gestellt haben und die sich allen Menschen stellt: Was muss ich tun, wie leben, damit mein Leben gelingt – damit ich ein glücklicher Mensch sein kann? Und der Essay erzählt: Als ich ein junger Mann war, da wollte ich weder heiraten noch Kinder haben. Ich wollte für mich leben; wie eine Festung wollte ich sein, damit nichts und niemand mein Leben beeinträchtigt, stört, verändert … Doch irgendwann habe ich im Kontakt mit befreundeten Familien gesehen, dass meine Art zu leben mich zwar vor Verletzungen und Opfern schützt, dass sie mich aber unglücklich macht. Da habe ich meinen Schutzpanzer geöffnet, habe geheiratet und mit meiner Frau Kinder bekommen. Eheleben und die Kinder machen das Leben zwar nicht leichter, im Gegenteil, es wird verletzlicher, es ist nicht mehr so planbar, es gibt Enttäuschungen, es ist immer anders … Aber: Mein Leben ist damit ungleich intensiver geworden und deshalb auch glücklicher, erfüllter.
Peter Mathei, Alberschwende