Zwölf Stunden zwischen Leben und Tod

14.08.2026 • 11:31 Uhr
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Wie durch ein Wunder überlebte Markus den medizinischen Notfall.

Markus Haberfellner entkam nur knapp dem Tod. Seine Hauptschlagader am Herzen war gerissen. Ein Schicksalsschlag, der zwei Geschwister noch enger zusammenschweißte.

Altach Markus Haberfellner (48) und seine Schwester Nadine (35) haben ein sehr enges Verhältnis. “Wir sehen uns jeden Tag.” Früher war das anders. Aber da lebten auch noch die Eltern und die ältere Schwester. “Mama starb vor elf Jahren an Lungenkrebs. Drei Jahre später verstarb unsere Schwester an einer Lungenentzündung. Ein Jahr später ging auch unser Vater für immer”, berichtet Markus mit traurigen Augen. Von der Familie sind nur noch Markus und Nadine übrig.

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Seit der Notoperation haben die Geschwister ein besonders enges Verhältnis.

Ein weiterer Schicksalsschlag hat die Geschwister noch enger zusammengeschweißt. Er kündigte sich bei Markus am 4. November 2025 mit starken Schmerzen im Brust- und Magenbereich an. Der 48-Jährige rief die Rettung. Im LKH Feldkirch dann die Schockdiagnose: Die Hauptschlagader am Herzen war gerissen. Es ging um Leben und Tod. Markus wurde mit dem Hubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen. Dort stand das OP-Team schon bereit. Die Notoperation dauerte zwölf Stunden. Während der OP wäre Markus beinahe gestorben. “Ich erlitt einen beidseitigen Schlaganfall, einen Herzstillstand und eine Lungenembolie. Außerdem versagten meine Nieren.” Die Ärzte kämpften unermüdlich um sein Leben.

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Markus auf der Intensivstation, einen Tag nach der Operation.

Gegen 1:30 Uhr erhielt Nadine einen Anruf aus der Klinik. “Der Operateur teilte mir mit, dass mein Bruder die OP überstanden hat. Aber sie wüssten nicht, ob er überlebt. Auch könne es sein, dass er nach dem Aufwachen körperlich und geistig schwer gehandicapt sei”, erinnert sich Nadine noch gut an die Worte des Arztes.

Markus war acht Tage im künstlichen Koma. Als er aufwachte, war seine rechte Körperhälfte gelähmt. “Ich war am Anfang auf einen Rollstuhl angewiesen und musste wieder gehen lernen.” Neun Tage war er an ein Dialysegerät angeschlossen. “Zum Glück nahmen meine Nieren ihre Arbeit wieder auf.”

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Die ersten Gehversuche ohne Hilfe im Spital.

Tapfer kämpfte sich der Altacher zurück ins Leben. “Meine Motivation war meine Schwester. Ihr wollte ich es nicht antun, dass ich gehandicapt bleibe. Ich wollte mein Leben wieder selbstständig meistern.” Nadine wich ihm in dieser schweren Zeit nicht von der Seite. “Ich habe ihn jeden zweiten Tag in der Klinik in Innsbruck besucht. Ins LKH Rankweil bin ich jeden Tag gekommen.”

Nach dem dramatischen medizinischen Notfall ist Markus ein anderer Mensch geworden. Das merkte auch seine Schwester. “Früher war Markus dem Leben gegenüber eher negativ eingestellt. Heute denkt er viel positiver. Das Glas ist für ihn heute nicht mehr halbleer, sondern halbvoll.” Auch Nadine bekam durch das dramatische Geschehen eine andere Sicht aufs Leben. “Heute weiß ich: Das Leben ist kurz und unberechenbar. Du trinkst gemütlich einen Kaffee, und schon ein paar Minuten später kann eine Katastrophe über dich hereinbrechen.”