Leserbrief: Anklageschrift

Leserbriefe / 24.09.2026 • 11:30 Uhr
Leserbrief: Anklageschrift

“Es ist die Natur, die uns richtet – die Anklageschrift ist ungeheuerlich. Von Trockenlegung der Sümpfe, Begradigung der Flüsse, Zerstörung der Aulandschaft über Monokulturen, Energieverschwendung bis zu Impotenz, selbst schöpferisch tätig zu sein, würden tausende Aktenbündel nicht ausreichen, diese Anklageschrift unterzubringen.” (Zitat 1983, konkrete Utopien für die grüne Stadt von Friedensreich Hundertwasser). Was wird mit dem sogenannten “Naturschutz-Deregulierungsgesetz 2026” angestrebt? Meines Erachtens ein Frontalangriff auf die Natur, der Naturschutz wird ausgehebelt: Beton statt Natur, Verschlechterung für Klimakrise und Klimawandelanpassung, Entmachtung der Naturschutzanwaltschaft, Einschränkung von Beteiligungsrechten, Verlust von Verfahrensrechten, Zulassung von mehr Versiegelung, Bewilligungsfreiheit im bebauten Gebiet, Wirtschaftsinteressen werden über den Naturschutz gestellt. Wehe unseren zukünftigen Generationen (Enkel, Urenkel), die sich durch jene tausenden Seiten dieser Anklageschrift durchackern müssen. Warum? Weil wir – die Naturschützer*innen – in den Augen der Landesregierung die Verhinder*innen sein sollen? Denke sich, wer mag …

Doris Zucalli, Dornbirn