Leserbrief: Staatsanwalt als Förderer der Jugendkriminalität?

Leserbriefe / 05.11.2026 • 15:30 Uhr
Leserbrief: Staatsanwalt als Förderer der Jugendkriminalität?

Zum VN-Bericht “Dreister Diebstahl ohne Folgen” vom 2. November 2026:

Wenn ich davon ausgehe, dass die Fakten so sind, wie im VN-Bericht vom 2. Nov. “Dreister Diebstahl ohne Folgen” dargestellt, verstehe auch ich die Welt/Staatsanwaltschaft nicht mehr. Das ganze Land ärgert sich über die zuletzt bekannt gewordenen Straftaten Jugendlicher und über die Machtlosigkeit, dagegen etwas zu tun. Wie im erwähnten Bericht geschildert, hat ein Fünfzehnjähriger ein Fahrradschloss aufgebrochen und das E-Bike entwendet. Das Argument des Staatsanwalts, wegen Geringfügigkeit (3000 Euro!) und vorgespielter Einsicht (“wollte das Rad eh wieder zurückbringen”) das Verfahren einzustellen, ist unverständlich! Da gäbe es jetzt endlich ein Exempel, jugendlichem Leichtsinn Einhalt zu gebieten, stattdessen wird dem Täter von einem Staatsanwalt vermittelt, er könne unbehelligt so weitermachen. In der Pädagogik hat u. a. Jan Uwe Rogge den Slogan “Kinder brauchen Grenzen” bekannt gemacht. Schade, wenn dies noch nicht bis zur Staatsanwaltschaft durchgedrungen ist. Die Verfahrenseinstellung ist sicher von jemandem unterfertigt.

Herbert Dünser, Schnifis