S 18 erhitzt die Gemüter
Scharfe Kritik, aber auch Unterstützung für Evaluierungspläne.
Wien, Bregenz Verkehrsministerin Leonore Gewessler (43) spaltet mit ihren Evaluierungsplänen für die Bodensee-Schnellstraße S 18 das Land. Anrainer der L 203, Wirtschaft und die FPÖ kritisieren die Ministerin scharf, Umweltgruppen und deklarierte Gegner einer Autobahnverbindung im nördlichen Rheintal machen ihr die Mauer. Der Ministerin sei jeder seltene Vogel wichtiger als die verkehrsgeplagten Menschen, attackiert ein Anrainer der L 203 Leonore Gewessler. IV-Präsident Martin Ohneberg (50) spricht von fatalen Signalen der Bundesregierung, die an „grünem Populismus und Klimaromantik“ kaum zu überbieten seien. Klimaaktivist Aaron Wölfling kritisiert die S 18 als Investition in die fossile Vergangenheit und plädiert für eine fundamentale Veränderung in der Verkehrspolitik. Der neue Grünen-Chef im Land, Daniel Zadra, wundert sich über die emotionalen Reaktionen und spricht von der Notwendigkeit, das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 ernst zu nehmen. Leonore Gewessler selbst zeigt sich von der Kritik unbeeindruckt. »A4, 5
„Die Signale der Bundesregierung sind an grünem Populismus kaum zu überbieten.“