Wirbel um Krise bei Wien Energie

VN Titelblatt / 29.08.2022 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Energieversorger braucht Milliarden. Tirol will nicht bezahlen.

Wien Österreichs größter regionaler Energieversorger, die Wien Energie, hat wegen der Strom- und Gaskrise massive Finanzprobleme. Die Bundesregierung sagte dem Versorger mit mehr als zwei Millionen Kunden am Montag finanzielle Unterstützung zu. Es seien aber noch einige offene Fragen zu klären, teilte das Finanzministerium mit. Neben unmittelbar erforderlichen 1,75 Milliarden Euro gehe es um einen weiteren Finanzbedarf von sechs Milliarden Euro. Die erforderlichen Sicherheitskautionen im Energiehandel seien zuletzt noch einmal explodiert, teilte Wien Energie zur Begründung am Montag mit. Tirols ÖVP-Chef und Landtagswahl-Spitzenkandidat Anton Mattle hat wenig Verständnis für eine Finanzhilfe des Bundes für die in finanzielle Turbulenzen geratene Wien Energie aufgebracht. Die Schieflage des Energieversorgers sei zwar “bedauerlich”, sagte er. “Klar muss aber sein, dass nicht jene Bundesländer, deren Energieversorger umsichtig gewirtschaftet haben, für die Schwierigkeiten der Energieversorger im Osten aufkommen müssen”, hielt Mattle, der auch Aufsichtsratschef des landeseigenen Energieversorgers Tiwag ist, fest. Tirol habe immerhin seine “Hausaufgaben gemacht und massiv in den Ausbau der Wasserkraft investiert”, argumentierte er. »A2

„Es darf nicht sein, dass der Westen für die Liquiditätsprobleme von Wien bezahlen soll.“