Land wehrt sich gegen EU-Pläne

VN Titelblatt / 15.09.2022 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wallner lehnt mögliche Erlösobergrenze für illwerke vkw ab.

Schwarzach Die EU-Kommission habe mit ihren Notfallmaßnahmen gegen die hohen Energiepreise zum Teil das Thema verfehlt, sagt Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Er spricht sich dagegen aus, die Erlöse der illwerke vkw mit einer Obergrenze zu belegen. Die EU-Kommission schlägt vor, Markterlöse im Bereich der Erneuerbaren, Kernenergie und Braunkohle bei 180 Euro pro Megawattstunde zu begrenzen. Das liege deutlich über den Marktpreiserwartungen und könnte für drei Monate gelten. Die Mitgliedsstaaten müssten die Übergewinne abschöpfen. Unternehmen im Bereich fossiler Energie sollten zusätzlich einen Solidaritätsbeitrag zahlen. „Die Erlösobergrenze und Umverteilung waren nicht unser Wunschmodell. Wir hätten einen Zugang, der das Problem an der Wurzel packt, präferiert“, erklärt Andreas Neuhauser, Unternehmenssprecher der illwerke vkw. Wallner fordert, mehr Tempo bei der Entkoppelung des Strompreises- vom Gaspreis, bezweifelt aber, dass die Übergewinnsteuer mehrheitsfähig ist. Zwei Drittel der EU-Staaten müssten zustimmen. »A2

„Die Erlösobergrenze und Umverteilung waren nicht unser Wunschmodell.“