Es geht um viel Kies und jede Menge Lkw-Fahrten

VN / 10.09.2019 • 19:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das alte Abbaugebiet direkt beim Kieswerk Kopf ist fast erschöpft, das neue Kiesabbaugebiet läge in unmittelbarer Nähe. ARCHIV

Das umstrittene Kiesprojekt in Altach wäre gut für den Gemeindesäckel von gleich zwei Gemeinden. Aber schon heute leiden Anrainer am Lkw-Verkehr und befürchten zusätzlichen Verkehr.

Gernot Schweigkofler

Altach In Altach wird schon seit 70 Jahren Kies abgebaut. Franz Kopf betreibt am Alten Rhein ein Kieswerk, mehrere Wiesen in der Nähe des neu geplanten Kiesabbaus wurden in den vergangenen Jahrzehnten erschlossen. Wie Kopf erklärt ist sein aktuelles Abbaufeld mit Jahresende erschöpft, die Genehmigung läuft aus. Das neue Abbaugebiet würde für die nächsten 25 Jahre den weiteren Abbau sichern, die geförderte Menge würde sich dabei deutlich erhöhen. Insgesamt sollen 1,5 Millionen Kubikmeter Kies abgebaut werden Die Gemeinden Altach, als Standortgemeinde, und Götzis, ihr gehört das betreffende Grundstück, könnten mit Einnahmen von über 30 Millionen Euro rechnen (für Abbau und Einlagerung). Das ist eine Menge Kies.

Aber schon heute sind die Anrainer der betroffenen Straßen unzufrieden. Im Schnitt fahren im Schnitt täglich über 110 Lkw durch die Wohngebiete, die Straßen sind schmal (5,5 Meter) und ungeeignet. Schon in der Vergangenheit gab es dagegen Proteste, jetzt befürchten viele Altacher noch mehr Verkehr. Das ist auch für Bürgermeister Gottfried Brändle klar und nachvollziehbar, der aber überzeugt ist, in den nächsten Jahren eine Verkehrslösung zu schaffen. Mit der Asfinag und dem Verkehrsministerium wird nämlich verhandelt, der Kiesverkehr soll zukünftig via Autobahnraststätte Hohenems, bzw. einer dort neu zu schaffenden Autobahnzu- und abfahrt geführt werden, wie bereits anlässlich der Vorstellung des neuen Altacher Mobilitätskonzepts im März erklärt wurde.

VN-Stammtisch zum Projekt

Am Donnerstag, 19. September, diskutieren ab 19 Uhr im Altacher KOM Bürgermeister Gottfried Brändle, der Initiator der Volksabstimmung über das Kiesprojekt Bernhard Weber, Kiesunternehmer Franz Kopf, Naturschutzanwältin Katharina Lins und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser über diese und andere Aspekte des Projektes. Moderiert wird der VN-Stammtisch von Marlies Mohr.