Elektromobilität selber spüren

VN / 05.10.2019 • 19:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Am Gelände der VKW-Zentrale in Bregenz konnten acht Autos auf einem Rundkurs getestet werden. VN/LERCH

Großes Interesse am dritten Vorarlberger E-Mobilitätstag am Gelände der VKW-Zentrale. Über dreihundert Testfahrten wurden durchgeführt, tausend Besucher waren vor Ort.

Gernot Schweigkofler

Bregenz Es hat sich viel getan seit die VKW vor etwas mehr als zehn Jahren in Vorarlberg eine Modellregion für die E-Mobilität starteten. Wie weit sich die „Vlotte“ weiterentwickelt hat, davon überzeugten sich zahlreiche Vorarlberger bei über 300 Testfahrten. Waren es vor zehn Jahren improvisierte Kleinwagen aus der Kleinserie, die die ersten elektrischen Fahrkilometer in Vorarlberg absolvierten, sind es heute die großen Marken, die mit Elektro-Autos zeigen, dass die E-Mobilität längst alltagstauglich ist. Im Rahmen des dritten Mobilitätstages am Samstag konnten acht Modelle getestet werden: Audi etron, Nissan Leaf, Opel Ampera-e, Renault ZOE, Jaguar I-Pace, BMW i3sm, VW e-Golf sowie das Tesla Model 3 standen zur Auswahl.

Auf der Beschleunigungsstrecke konnten die E-Autos ihre Vorteile ausspielen: das begeisterte die Testpiloten. VN/Lerch
Auf der Beschleunigungsstrecke konnten die E-Autos ihre Vorteile ausspielen: das begeisterte die Testpiloten. VN/Lerch

Die Testfahrten auf einer Strecke am Gelände der VKW-Zentrale kamen an – gerade der Beschleunigungsabschnitt, auf dem auch die kleinen Wagen dank des tollen Drehmoments der Elektromotoren glänzten, begeisterte die Fahrer. Stefan Hartmann, Projektleiter e-Mobilität, freute sich, dass trotz des schlechten Wetters praktisch keine Absagen erfolgten und so die acht E-Autos von zehn bis 16 Uhr im Dauereinsatz waren. Er bemerkt, dass sich die Fragen rund um die E-Mobilität verändert haben. Früher sind vor allem die Kosten und die Reichweite im Fokus gestanden. „Heute reden wir viel über Nachhaltigkeit“. Hartmann betont dabei, dass E-Mobilität nur mit Öko-Strom Sinn mache. Und in der Produktion gebe es Konzepte zur nachhaltigen Produktion, VW habe hier beispielsweise Schritte gesetzt. Eine zweite Frage, die die Vorarlberger bewegt, sei wie es mit dem Strom ausschauen würde, wenn die breite Masse auf Elektro-Autos umsteigt. Auch hier müsse man sich keine Sorgen machen, erklärt Hartmann. Es sei wichtig, die Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht auszubauen. 90 Prozent der Ladevorgänge erfolgen übrigens zu Hause oder in der Arbeit.

Die unterschiedlichen aktuellen E-Auto-Modelle wurden von den Autohändlern allen Interessierten ausführlich gezeigt. VN/Lerch
Die unterschiedlichen aktuellen E-Auto-Modelle wurden von den Autohändlern allen Interessierten ausführlich gezeigt. VN/Lerch

In der Mobilitätszentrale wurde eine Ausstellung zu zehn Jahren Vlotte gezeigt. Dabei wurde vielen der gut tausend Besucher wahrscheinlich erst klar, wie rasant die Entwicklung in der E-Mobilität allen Unkenrufen zum Trotz voranging. „Gegenüber dem ersten E-Mobilitätstag vor vier Jahren, hat sich die Reichweite der Autos verdreifacht“, weiß Hartmann.  Über diese und weitere Argumente für die E-Mobilität informierten sich die Besucher auch bei Vorarlberger Autohändlern, die ihre aktuellen Modelle den Besuchern des Mobilitätstages genau zeigten. Viele Besucher gaben auf Anfrage auch an, dass das nächste Auto sehr wahrscheinlich ein E-Auto sein wird.

Welches E-Auto haben Sie heute gestestet?

Ich habe heute den Renault Zoe gestestet. Wir suchen ein Auto um in Vorarlberg herumzukommen, ein kleines E-Auto wäre da ideal. Nach der Testfahrt bin ich jetzt richtig begeistert. Wir haben bereits eine PV-Anlage installiert, jetzt kommt das E-Auto dazu. Felix Offner, Feldkirch VN/Schweigkofler
Ich habe heute den Renault Zoe gestestet. Wir suchen ein Auto um in Vorarlberg herumzukommen, ein kleines E-Auto wäre da ideal. Nach der Testfahrt bin ich jetzt richtig begeistert. Wir haben bereits eine PV-Anlage installiert, jetzt kommt das E-Auto dazu. Felix Offner, Feldkirch VN/Schweigkofler
Heute fahre ich den Jaguar und den Opel. Ich hätte gerne ein E-Auto, aber ich fahre dafür viel zu wenig. Wenn ich dann fahre, dann gerne Langstrecke, da habe ich noch gewisse Bedenken bezüglich der Reichweite. Herta Weinzierl, Götzis VN/Schweigkofler
Heute fahre ich den Jaguar und den Opel. Ich hätte gerne ein E-Auto, aber ich fahre dafür viel zu wenig. Wenn ich dann fahre, dann gerne Langstrecke, da habe ich noch gewisse Bedenken bezüglich der Reichweite. Herta Weinzierl, Götzis VN/Schweigkofler
Ich fahre heute drei verschiedene Modelle. Mein altes Auto habe ich seit 13 Jahren, jetzt mache ich mir intensiv Gedanken über einen Neukauf. Jetzt wäre elektrisch jedenfalls sinnvoller als ein Benziner. Es ist hier eine gute Gelegenheit verschiedene Autos zu fahren. Auch wenn ich als Techniker mit den Daten viel anfangen kann, muss man so ein Auto doch auch fahren, um ein richtiges Gefühl dafür zu erlangen.  Josef Vonach, Dornbirn
Ich fahre heute drei verschiedene Modelle. Mein altes Auto habe ich seit 13 Jahren, jetzt mache ich mir intensiv Gedanken über einen Neukauf. Jetzt wäre elektrisch jedenfalls sinnvoller als ein Benziner. Es ist hier eine gute Gelegenheit verschiedene Autos zu fahren. Auch wenn ich als Techniker mit den Daten viel anfangen kann, muss man so ein Auto doch auch fahren, um ein richtiges Gefühl dafür zu erlangen. Josef Vonach, Dornbirn
Meine Töchter sind Tesla-Fans, deshalb bin ich hier, wir wollen uns einfach einmal E-Autos anschauen. Bisher bin ich noch nie ein E-Auto gefahren, ich bin schon sehr gespannt auf diese Erfahrung. Bei der nächsten Neuanschaffung ist ein E-Auto jedenfalls ein Thema.  Monika Tusch, Lauterach VN/Schweigkofler
Meine Töchter sind Tesla-Fans, deshalb bin ich hier, wir wollen uns einfach einmal E-Autos anschauen. Bisher bin ich noch nie ein E-Auto gefahren, ich bin schon sehr gespannt auf diese Erfahrung. Bei der nächsten Neuanschaffung ist ein E-Auto jedenfalls ein Thema. Monika Tusch, Lauterach VN/Schweigkofler

Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der VN mit Unterstützung von illwerke vkw.