VN-Wanderserie: Herbstwanderung auf die Wangspitze

VN / 10.10.2021 • 05:00 Uhr
VN-Wanderserie: Herbstwanderung auf die Wangspitze
Am Gipfelkreuz der Wangspitze gibt es auch eine Bank zum Ausruhen und Jausnen. Oliver Ihring

Eine einfache Rundtour für Genießer im Großen Walsertal.

Sonntag-Buchboden Heute geht es auf eine schöne Herbsttour ins Große Walsertal. Der Rundweg auf die Wangspitze ist leicht und nicht allzu lang, weshalb diese Tour auch für Genusswanderer geeignet ist.

Lange Zeit geht es auf einer Asphaltstraße hinauf zur Rinderalpe. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Lange Zeit geht es auf einer Asphaltstraße hinauf zur Rinderalpe. VN/JUN
Die Rinderalpe. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Die Rinderalpe. VN/JUN
Der Herbst ist auch hier bereits angekommen. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Der Herbst ist auch hier bereits angekommen. VN/JUN
Auf schönen Wanderwegen geht es zur Wangspitze. Ringsherum sieht man die Berge des Großen Walsertals. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Auf schönen Wanderwegen geht es zur Wangspitze. Ringsherum sieht man die Berge des Großen Walsertals. VN/JUN

Von der Kirche in Buchboden gehen wir zunächst etwas hinunter zur Lutz, bevor es auf der anderen Seite des Flusses über einen Steig durch den Wald hochgeht. Von den Wanderschildern darf man sich nicht irritieren lassen. Richtwert ist das Schild ab Buchboden, das zur Wangspitze in zweidreiviertel Stunden weist. An der Lutz unten stehen drei Stunden angeschrieben, diese Angabe ist jedoch meines Erachtens falsch. Nach dem kurzen Stück Pfad durch den Wald gelangen wir auf einen asphaltierten, breiten Forstweg, der sich bis zur Rinder­alpe zieht und kaum an Steigung zunimmt.

Die Alpe Madona und ihre Weideflächen. Im Hintergrund die Disnerhöhe und Feuerstein. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Die Alpe Madona und ihre Weideflächen. Im Hintergrund die Disnerhöhe und Feuerstein. VN/JUN
Hinter mir liegt das Gadental. <span class="copyright">Oliver Ihring</span>
Hinter mir liegt das Gadental. Oliver Ihring
Aussicht auf Madonakopf und Misthaufen. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Aussicht auf Madonakopf und Misthaufen. VN/JUN
Die Madonaalpe am Fuß des Madonakopfes. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Die Madonaalpe am Fuß des Madonakopfes. VN/JUN

An einer Kreuzung biegen wir links hoch zur Rinderalpe ab, die man bereits vom Fahrweg aus sieht. Ab hier schlängelt sich ein Waldpfad hinauf. Der Weg ist schmal und steil, ab und an muss man über Wurzeln steigen, jedoch ist er nicht ausgesetzt. Nachdem sich der Wald gelichtet hat, gehen wir weiter durch eine in herbstlichen Farben eingetauchte Wiese. Der Pfad führt uns bis zum Wangsattel, von dort aus sind es nur noch fünf bis zehn Minuten zum Gipfelkreuz.

Der Matonabach.<span class="copyright"> VN/JUN</span>
Der Matonabach. VN/JUN
Das Gadental. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Das Gadental. VN/JUN

Die Wangspitze ist mit 1873 Metern sicherlich nicht der höchste Berg im Großen Walsertal und doch streift der Blick durch den Biosphärenpark, bleibt auf den umliegenden Bergen wie Glattmar, Madonakopf, Blasenka und Zafernhorn hängen. Am Gipfelkreuz kann man sich sogar auf einer Bank ausruhen und sich eine kleine Jause gönnen. Zurück am Wangsattel geht der Wanderweg links weiter hinunter zur Madonaalpe, die zusammen mit der Gadenalpe zum Verkauf steht. Ab der Alpe Madona führt ein breiter Schotterweg hinunter zum Matonabach. Die Alpen Madona, Gaden und Diesnerberg bewirtschaften ausgedehnte Weideflächen im 1550 Hektar großen Gadental, das zum Natura 2000-Gebiet gehört und die Kernzone des Biosphärenparks bildet. Das Gadental besticht durch seine Ursprünglichkeit und die hohe Vielfalt an Lebensräumen.
Am Matonabach biegen wir links ab und folgen den breiten Weg weiter hinunter ins Tal. Dabei hört man immer wieder den rauschenden Matonabach. Nach einer Weile erblickt man sogar einen Wasserfall, ein Highlight der gesamten Tour. An manchen Stellen ist der Weg sehr steil, weshalb man mit dem losen Schotter unter den Füßen beim Hinunterlaufen aufpassen muss.

Der Wasserfall ist ein Highlight der Tour. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Der Wasserfall ist ein Highlight der Tour. VN/JUN
Montags hat das Bad Rothenbrunnen leider Ruhetag, ansonsten kann man hier nach der Tour einkehren. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Montags hat das Bad Rothenbrunnen leider Ruhetag, ansonsten kann man hier nach der Tour einkehren. VN/JUN
Der Matonabach hat ganz klares, türkisfarbenes Wasser. Rechts steht die kleine Kapelle. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Der Matonabach hat ganz klares, türkisfarbenes Wasser. Rechts steht die kleine Kapelle. VN/JUN

Wir kommen beim idyllischen Bad Rothenbrunnen aus. In dem Gasthaus mit dem wunderschönen Gastgarten kann man unter zwei prächtigen Ahornbäumen gemütlich sitzen, essen und trinken. Montags hat der Alpengasthof Ruhetag. In der kleinen Kapelle nebenan kann man Taufen und Hochzeiten feiern. Wir überqueren den Matonabach und verlassen das verwunschene Plätzchen über die Zufahrtsstraße. Nachdem wir weiter unten die Lutz noch einmal überquert haben, gehen wir die letzten Meter auf der Fahrstraße wieder hinauf zum Ausgangspunkt. VN-JUN

Wangspitze

Gehzeit 4 bis 5 Stunden

Höhenmeter 1000

Kilometer 15

Einkehrmöglichkeiten Bad Rothenbrunnen

Sonstiges einfacher Rundwanderweg, für Herbst geeignet

Auch Pilze sprießen aus dem Boden. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Auch Pilze sprießen aus dem Boden. VN/JUN
Unten an der Lutz wechseln die Bäume bereits die Farbe ihres Blätterkleids. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Unten an der Lutz wechseln die Bäume bereits die Farbe ihres Blätterkleids. VN/JUN