Wieder mehr Geld für die Kirchenkasse

VN / 17.02.2022 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wieder mehr Geld für die Kirchenkasse
Gut 140.000 Beitragszahler sorgen dafür, dass die Kirche ihren Verpflichtungen nachkommen kann. Scopoli

Nach magerem Jahr 2020 fließen Kirchenbeiträge wieder.

Feldkirch Die Kirche hat das magere Coronajahr 2020 hinter sich gelassen und, wie es der Leiter der Finanzkammer der Diözese, Andreas Weber, salopp formuliert, die finanzielle Delle ausgeglichen. So flossen im vergangenen Jahr gut 27 Millionen Euro an Kirchenbeiträgen auf die Konten der Diözese. Darin enthalten ist auch ein Großteil der Beiträge, die vielen Zahlern ein Jahr davor gestundet worden waren. „Dieses Entgegenkommen war sicher ein starker Motor, die ausstehenden Summen zurückzahlen“, ist Weber überzeugt. Es zeige aber auch den hohen Stellenwert, den die Kirche in der Bevölkerung habe. 2020 brachen die Kirchenbeiträge um gut eine Million Euro gegenüber 2019 ein. Damals brachten sie 26,2 Millionen Euro in die diözesanen Kassen, ein Jahr später nur noch 25,3 Millionen. Die Diözese hatte auf die prekäre Situation vieler Beitragspflichtiger reagiert und individuelle Lösungen zur Begleichung des Kirchenbeitrags angeboten.

Investitionsbudget aufgestockt

Vor allem junge Menschen haben laut Andreas Weber von dieser Möglichkeit regen Gebrauch gemacht. „Die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren stark gefordert, weil es viele Gespräche benötigte“, erzählt Weber. Es sei in allen Fällen mit Augenmaß und Großzügigkeit agiert worden. Das habe sich letztlich ausgezahlt. Durch das Plus in der Kasse konnten auch die auf Eis gelegten Kirchenrenovierungen in Dalaas und Koblach fortgesetzt werden. Die Kirche in Koblach ist bereits fertig, jene in Dalaas wird es demnächst sein.

Für 2022 hat die Diözese ihren Anteil am rund acht Millionen Euro schweren Investitionsbudget sogar auf 1,3 Millionen Euro aufgestockt. Unter anderem stehen Renovierungen beim Pfarrzentrum Feldkirch-Gisingen an. In Weiler erhält nach der Kirche auch noch das Pfarrzentrum eine Auffrischung, und in Götzis stehen im Rahmen der Kirchenrenovierung die Abschlussarbeiten an. Im September beginnen zudem die Umbauarbeiten am Bildungshaus St. Arbogast, für die ein privater Gönner tief in die Tasche gegriffen hat. „90 Prozent der Aufträge kommen der heimischen Wirtschaft zugute“, ergänzt Weber, der allen für ihre Solidarität dankbar ist. An Kirchenbeiträgen sind für das heurige Jahr 26,8 Millionen Euro veranschlagt. „Wir hoffen, auf dem budgetierten Niveau abschließen zu können“, sagt Andreas Weber. Gleichwohl ist die Kirche weiterhin bereit, hinzuschauen, wenn es die Lebenssituation erfordert.