Tipps für Sparfüchse: So können Sie mehr als 200 Euro sparen

Hier finden sie kleine Tipps und Tricks, wie sie ihre Haushaltskasse etwas aufstocken.
von Petra Milosavljeivc
SCHWARZACH Es wird immer teurer. Beim Blick auf die aktuellen Energiepreise fällt so manchem Eigenheimbesitzer und Mieter die Kinnlade runter. Jetzt sind Tipps und Tricks gefragt, um im Haushalt den Energieverbrauch ohne Verzicht auf Komfort zu drosseln.
Erst recht, wenn man gerade den Traum von einer eigenen Wohnung realisiert hat. Es gilt also zu schauen, wie man beim Haushaltsaufwand sowie Strom- und Wasserverbrauch am besten effizient und kostengünstig wirtschaftet. Dabei lassen sich mit wenig Aufwand und neuen Gewohnheiten der Geldbeutel und die Umwelt schonen.
Im Haushalt fliegen jährlich Hunderte von Euroscheinen für Heizung, Heißwasser und Strom davon. Mitunter wird sorglos Energie verschwendet. Das Energiesparpotenzial ist groß, wenn man einige Kostenfallen beseitigt. Die VN haben mit dem Energieberater Christoph Rettenbacher vom Energieinstitut Vorarlberg ein paar Tipps gesammelt.

Thema Lüften
Viele lassen das Fenster oftmals über den Tag gekippt, damit frische Luft hereinkommt. Das ist jedoch ein Irrtum. Also wichtiger Tipp für die Kipplüfter: Dauerhaftes Kippen gibt einen schlechten Luftwechsel. Außerdem erzeugt es wesentliche Energieverluste. Daher lieber die Heizung etwas runterdrehen und einmal stoßlüften.
Unterschied zwischen den Glühbirnen
Herkömmliche Glühbirnen wandeln den überwiegenden Teil des Lichtes in nutzlose Wärme um. Wer also seine Haushaltskasse entlasten will, sollte auf LED-Leuchten umsteigen. Sie sind zwar etwas kostspieliger, aber dafür halten sie bis zu achtmal länger als die herkömmlichen Glühbirnen. Energieberater Rettenbacher sieht einen Gewinn darin: „Das Einsparpotenzial ist ordentlich. Bis zu zehn Euro kann man sich pro Jahr und sogar pro LED-Leuchte ersparen.“

Niedrige Temperatur reicht auch
Wer noch nie auf die Temperatur in seinem Kühlschrank geachtet hat, sollte es jetzt tun, falls er den Energieverbrauch eingrenzen möchte. Es reicht schon aus, die Temperatur des Kühlers auf zwischen sieben und acht Grad im mittleren Fach einzustellen. Unten, da es dort am kühlsten ist, sollte man Lebensmittel lagern, die leicht verderblich sind. Das obere Fach eignet sich gut für weniger empfindliche Nahrung, wie z. B. die Butter, die streichweich sein sollte. „Bis zu 15 Prozent Energie kann man durch diesen Trick sparen“, so Rettenbacher.
Waschmaschine
„Eine halbvolle Waschmaschine benötigt 80 Prozent des Wassers und Energiebedarfs einer vollen Maschine. Bei vorausgesetzt 150 Waschgängen pro Jahr würde das in einer Einsparung von 16 Euro resultieren“, erklärt Rettenbacher. Die modernen Waschmittel ermöglichen zudem, dass die Kochwäsche bei 60 Grad sauber wird. Dabei werden die gesundheitsgefährdenden Bakterien schon abgetötet. Durch die Wärmesenkung kann man zusätzlich bis zu 22 Euro sparen.

Die gute Technik
Aus Energiespargründen gehören Computer, TV-Geräte, Stereoanlagen oder das Ladekabel oft einmal ganz ausgeschaltet oder ausgesteckt. Denn mindestens elf Prozent des Stroms werden in den Haushalten und Büros durch die Stand-by-Geräte verschlungen. Stand-by bedeutet, dass man das Gerät nicht komplett ausschaltet. Christoph Rettenbacher schildert: „Sie sind die größten Energiefresser. Meist kann der Strombedarf für den Standbybetrieb höher sein als im produktiven Betrieb. Daher Geräte komplett vom Netz trennen.“ Einen Tipp dafür hat er auch: in Zeitschaltuhren und schaltbare Steckleisten investieren. Die Anschaffung lohnt sich, denn man kann im Jahr zwischen 50 und 100 Euro sparen.
Geschirrspülen
An die Abwaschhasser: Ihr könnt aufatmen. Es wird tatsächlich mehr Wasser verbraucht, wenn man das Geschirr altmodisch mit Spülmittel und Schwamm sauber macht. Die Spülmaschine ist im Vergleich wassersparender und auch energieeffizienter. „Wichtig ist nur, dass die Maschine gefüllt ist. So kann man bis zu 50 Prozent Energie sparen. Und nicht nur das. Dem Geldbeutel tut es auch gut, rund 15 Euro sind pro Jahr drinnen“, so der Energieberater.

Der Deckel ist der Schlüssel
Liegt auf dem Topf oder der Pfanne ein passender Deckel, wird das Innere nicht nur dreimal schneller warm, sondern man kann auch sparen. Dadurch, dass der Deckel das Geschirr umschließt, geht keine Wärme verloren und die Zieltemperatur wird schneller erreicht. Auch der Topf sollte genau auf die Herdplatte passen, denn so kann die Hitze nicht ungenutzt verfliegen. Je nach Herd können zwölf Euro im Jahr gespart werden.

Duschen
Augen auf bei der Wahl des richtigen Duschkopfes. Denn mit dem Sparbrausekopf ist es möglich, den Warmwasserbedarf zu reduzieren. Die Duschköpfe drosseln, je nach Wasserdruck im Gebäude, die Durchflussmenge auf sechs bis neun Liter pro Minute.
