Wo Freiwillige gegen invasive Pflanzen vorgehen

VN / 12.07.2022 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wo Freiwillige gegen invasive Pflanzen vorgehen
Gmeiner/Huber

Alpenvereinsjugend geht gegen invasive Pflanzen vor. Freiwillige Helfer gesucht.

Bludenz Sie stammt aus dem Himalaya und wird für die heimische Pflanzenwelt immer mehr zum Problem. Nun rückt ihr die Alpenvereinsjugend an die Wurzel und sucht Unterstützung.

Das Drüsige Springkraut: hübsch anzusehen, aber lästig, weil es heimischen Pflanzen buchstäblich den Boden unter den Wurzeln raubt. „Besonders an feuchten Standorten, wie entlang von Flüssen und Bächen, entwickeln sich oft Reinbestände, in denen kaum noch andere Arten vorkommen“, beschreibt Horst Huber die Problematik.

Auch kleine Gruppen bringen jede Menge der unerwünschten Pflanzen weg. <span class="copyright">AV</span>
Auch kleine Gruppen bringen jede Menge der unerwünschten Pflanzen weg. AV

Vier Pilotregionen

Nun hat sich die Alpenvereinsjugend Vorarlberg die Bekämpfung der aus dem Himalaja stammenden Pflanze auf die Fahnen geschrieben. In Zusammenarbeit mit dem Regionsmanagement Europaschutzgebiete, der Umwelt- und Klimaschutzabteilung des Landes sowie dem Gemeindeverband wurde unlängst ein entsprechendes Projekt gestartet. „Es gibt mit Lauterach, Lustenau, Frastanz und St. Gallenkirch vorerst vier Pilotregionen“, erklärt Huber, der die Idee zum Projekt hatte und es auch leitet. Sollte die Aktion erfolgreich sein, ist im kommenden Jahr eine Ausweitung geplant. Für diesen Sommer sind noch helfende Hände gefragt.

Das Drüsige oder Indische Springkraut ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Balsaminengewächse. In Österreich gibt es drei Springkrautarten, wovon zwei Neophyten sind. Lediglich das Große Springkraut, auch Echtes Springkraut, Rühr-mich-nicht-an oder Wald-Springkraut genannt, ist in Mitteleuropa ursprünglich heimisch. Die beiden anderen Arten breiten sich laut den Experten in Vorarlberg extrem aus und verdrängen sukzessive die heimische Artenvielfalt. „Ziel des Projekts ist es, das Springkraut in den kommenden drei Jahren sichtbar zu minimieren“, berichtet Horst Huber. Damit begonnen wurde schon. Im Frastanzer Ried etwa packten sechs Freiwillige das Übel an der Wurzel. Gleiches geschah auch im Montafon, in der Nähe von St. Gallenkirch. „Obwohl wir nur eine kleine Gruppe waren, füllten wir einen ganzen Anhänger“, äußert sich Huber zufrieden über den Auftakt. Immer mit dabei ist ein Vertreter des Regionsmanagements.

Freiwillige Helfer im Einsatz für die Springkrautregulierung.
Freiwillige Helfer im Einsatz für die Springkrautregulierung.

Regelmäßige Inspektion

Am kommenden Mittwoch, 13. Juli 2022, geht es von 8 bis 12 Uhr neuerlich ins Frastanzer Ried. Die bereits gerodeten Flächen werden in regelmäßigen Abständen inspiziert um zu überprüfen, ob und in welchem Ausmaß das Drüsige Springkraut trotz Entfernung wieder aufkommt. Die Aktion dauert noch bis 3. August.

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