Dornbirner Rappenlochbrücke erst im Mai 2023 befahrbar

VN / 20.07.2022 • 12:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">VN</span>
VN

Brücke wird außerdem 715.000 Euro teurer.

Dornbirn Über ein halbes Jahr später fertig und über eine Million teurer wird die neue Brücke über die Rappenlochschlucht.

Das erklärte am Dienstagabend Tiefbaureferent und Vizebürgermeister Markus Fäßler (SP) vor der Dornbirner Stadtvertretung. Statt zum Oktober dieses Jahres wird sie erst im Mai 2023 befahrbar sein und etwa 5,5 Millionen statt der ursprünglich geplanten 4,35 Millionen Euro kosten. Da man ohnehin zehn Prozent Kostensteigerung als Reserve eingeplant hat, bezifferte Fäßler die Mehrkosten für die Stadt auf 715.000 Euro.

Teures Material, fehlendes Fachpersonal

Dass die Rappenlochbrücke teurer und auch vor dem Winter nicht mehr fertig wird, das steht schon länger fest. Nun hat Tiefbaustadtrat Fäßler die konkreten Zahl vermeldet. Personal- und Materialmangel, Ausfälle durch die Pandemie und die Teuerung von Baumaterial seien die Gründe dafür.

Das Gremium beschloss die Verzögerung und Preiserhöhung mehrheitlich gegen die Stimmen der Grünen. Die sahen sich in ihrer Kritik bestätigt, man hätte von vornherein eine Stahlbrücke statt einer Betonbrücke bauen und eine Ausschreibung machen sollen. „Mit etwas Geschick hätten wir jetzt schon eine Stahlbrücke“ wiederholte Grünen-Stadtvertreter Wolfgang Juen die Kritik seiner Fraktion an dem Entwurf. Dem hielten Kritiker aber unter anderem hohe Instandhaltungskosten einer Stahlbrücke entgegen. „Eine Stahlbrücke muss auch erst gebaut werden, die liegt nicht auf Lager“ bezweifelte Markus Fäßler, dass der Grünen-Vorschlag schneller fertig geworden wäre.