Bedürfnisse, Sorgen und Nöte abgefragt

VN / 11.11.2022 • 11:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ingrid Böhler, Fachbereichsleiterin PfarrCaritas, ging in ihrem Impulsvortrag auf neue Wege des Miteinanders in der Gemeinde ein. 
Ingrid Böhler, Fachbereichsleiterin PfarrCaritas, ging in ihrem Impulsvortrag auf neue Wege des Miteinanders in der Gemeinde ein. 

Initiative Herz.com der Caritas und der Gemeinde Satteins präsentiert Umfrageergebnisse.

Satteins Im Frühjahr wurde die Initiative herz.com gemeinsam von Caritas Vorarlberg und der Gemeinde Satteins (Generationenausschuss) ins Leben gerufen. „Ziel des Projekts ist es, Satteins noch mehr als bisher zu einer Gemeinde werden zu lassen, in der die Menschen füreinander da sind“, erläutert Projektkoordinator Thomas Hebenstreit. In einem ersten Schritt wurden dazu in einer Umfrage, an der sich die gesamte Satteinser Bevölkerung beteiligen konnte, die Bedürfnisse, Sorgen und Nöte abgefragt. Die Ergebnisse wurden im Pfarrheim der Öffentlichkeit präsentiert.

Caring Community

In einem Impulsvortrag ging zunächst Ingrid Böhler, Fachbereichsleiterin der PfarrCaritas, darauf ein, wie aus einer Gemeinde eine Caring Community werden kann, in der Menschen leben, die füreinander einstehen. „Es geht darum, ein gutes Leben für alle in einer Gemeinschaft zu schaffen – von Geburt an bis zum Tod“, so Böhler. „Eine Caring Community bedeutet auch, die Menschen mit ihren Bedürfnissen in ihrer Ganzheit wahrzunehmen. So können dann die Gestaltungsmöglichkeiten, die Veränderungen zulassen, sichtbar gemacht werden.“

Nach dem Vortrag und der Präsentation der Ergebnisse wurde in kleinen Gruppen über die nächsten Schritte des Projekts diskutiert. <span class="copyright">Caritas Vorarlberg</span>
Nach dem Vortrag und der Präsentation der Ergebnisse wurde in kleinen Gruppen über die nächsten Schritte des Projekts diskutiert. Caritas Vorarlberg

Offen für dieses neue Miteinander ist auch Vizebürgermeister Andreas Dobler. Für ihn kommt das Projekt genau zur richtigen Zeit: „Gerade in diesen unsicheren Zeiten wirft herz.com den richtigen Blick auf die anstehenden Veränderungen“, so der Dobler. „Denn nur wer die Nöte und Bedürfnisse der Bevölkerung kennt, kann maßgeschneiderte Angebote liefern.“

Unkomplizierter Zugang

Projektkoordinator Thomas Hebenstreit gab schließlich Einblicke in die konkreten Ergebnisse der Umfrage, bei der sich knapp 100 Satteinser (drei Viertel davon Frauen) beteiligt haben. So sind vielen Teilnehmern bereits vorhandene Angebote des Krankenpflegevereins, des Mobilen Hilfsdiensts, des Sozialzentrums, der Pfarre und der Bibliothek bekannt. Diese werden auch geschätzt und genutzt. „Trotzdem kennen doch 40 Prozent der Befragten jemanden, der Hilfe braucht“, erläutert Hebenstreit. Viele wünschen sich auch einen unkomplizierten Zugang zu Hilfestellungen, niederschwellige Begegnungstreffs sowie eine Ansprechperson.

In kleinen Gruppen wurden anschließend an die Präsenation noch die nächsten Schritte des Projekts ausgearbeitet. Ein konkretes Ergebnis gibt es bereits: Am Freitag, 25. November, sind alle Satteinser eingeladen, an der Herz-Keksle-Backaktion in der Mittelschule Satteins teilzunehmen. „Für einen sozialen Zweck backen wir gemeinsam Keksle“, so Initiatorin Andrea Erhart. „Also einfach die Schürze packen und vorbeikommen.“ Außerdem wird gebeten, Hausschuhe mitzubringen.

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