Weshalb das Flammeninferno von Rankweil ein gerichtliches Nachspiel hat

VN / 24.11.2022 • 05:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
18 Feuerwehren  bekämpften in der Neujahrsnacht den Firmenbrand in Rankweil. <span class="copyright">Feuerwehr Rankweil</span>
18 Feuerwehren bekämpften in der Neujahrsnacht den Firmenbrand in Rankweil. Feuerwehr Rankweil

Prozess nach Großbrand im Industriepark Kunert mit 43 Millionen Euro Schaden.

Rankweil In der Silvesternacht 2022 ließ ein Flammeninferno den Industriepark Kunert in Rankweil taghell erleuchten. In mehreren Hallen tobten Feuerwalzen, die von den Einsatzkräften nur schwer unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Verletzte Feuerwehrleute

Insgesamt 18 Feuerwehren mit 400 Mann beteiligten sich an der Brandbekämpfung. Drei Feuerwehrmänner wurden verletzt (Rauchgasvergiftungen und eine Schnittwunde). Der entstandene Sachschaden wurde später auf 43 Millionen Euro beziffert.

Zu Beginn blieb die Ursache der Brandkatastrophe ein Rätsel. Sicher war nur, dass das Feuer von einem Palettenlager ausgegangen war. Doch die umfangreichen Erhebungen der Brandermittler führten schließlich zu einem Ergebnis, dem in wenigen Tagen ein gerichtliches Nachspiel folgt. Denn als Urheber des Großbrandes konnten zwei mutmaßliche Täter ausgeforscht werden.

Die Brandkatastrophe richtete einen Millionenschaden an. Die Ursache konnte geklärt werden.
Die Brandkatastrophe richtete einen Millionenschaden an. Die Ursache konnte geklärt werden.

Verbrechen der Brandstiftung

Die Anklage gegen die beiden Männer lautet auf „Verbrechen der Brandstiftung und Vergehen der Gefährdung der körperlichen Sicherheit“. Der Prozess am Landesgericht Feldkirch ist auf Dienstag, den 29. November, anberaumt.

Gerichtssprecher Norbert Stütler bestätigte den VN auf Nachfrage, dass sich die beiden Tatverdächtigen in der Neujahrsnacht nahe des Industrieparks aufgehalten hatten. „Sie kamen des Wegs, zündeten Feuerwerkskörper und feuerten sie über die Straße hinweg zu den Holzpaletten des Industrieparks, wodurch der Brand ausgelöst wurde“, so Stütler zum Tathergang.

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