„A Säckle und a Zeättile“ z’Wian

VN / 02.02.2023 • 17:10 Uhr
Als "Vorarlberger Botschaft in Wien" wird die "Grundbira" von Katrin Schedler gerne bezeichnet. <span class="copyright">Michael Pfister</span>
Als "Vorarlberger Botschaft in Wien" wird die "Grundbira" von Katrin Schedler gerne bezeichnet. Michael Pfister

Katrin Schedler, geb. 1988, hat sich mit ihrer “Grundbira” bei den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern in Wien einen Namen gemacht.

Wien Es ist tatsächlich ein Geheimtipp, von dem die knapp 25.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in der Bundeshauptstadt gerne berichten: Das Geschäft “Grundbira” im 5. Wiener Gemeindebezirk. Geführt wird es, ist ja klar, von einer Vorarlbergerin: Die 34-jährige Katrin Schedler sorgt unter anderem dafür, dass die Studierenden selbst 600 Kilometer von ihrer Heimat entfernt mit Käse, Senf und Landjägern aus Vorarlberg ausgestattet sind. Und natürlich mit Bier.

Ihre Geschäftsidee habe sich bewährt, sagt die gebürtige Feldkircherin, die mit 21 zum Studium in die Stadt kam und geblieben ist: “Am Anfang waren sicher mehr Vorarlberger zu Gast, aber mittlerweile ist das Publikum breit durchgemischt.” Sie erzählt von Menschen in ihrem “Grätzl” – also aus der Nachbarschaft –, die wegen des Namens aufmerksam wurden, berichtet aber auch von Gästen aus Niederösterreich und dem Burgenland, die den Wochenendausflug für einen Besuch nutzen.

Eine breite Produktpalette findet sich im Geschäft im 5. Wiener Gemeindebezirk. <span class="copyright">Grundbira</span>
Eine breite Produktpalette findet sich im Geschäft im 5. Wiener Gemeindebezirk. Grundbira

In einem Porträt wurde “Grundbira” einmal als “Vorarlberger Botschaft in Wien” bezeichnet, das ist treffend. Denn neben Produkten gibt es natürlich auch authentischen Dialekt im Geschäft zu hören: “Meine Kunden finden des herzig, o wenn se net alls vrstond”, sagt Schedler und fragt: “Bruchsch a Säckle odr a Zeättile?”

Einmal im Monat fährt Katrin Schedler zwischen Wien und Vorarlberg hin und her, um sich direkt vor Ort mit den Produzenten auszutauschen und vor allem um einzukaufen. Ohne Zwischenhändler führt der Weg der Vorarlberger Produkte nach Wien und immer wieder hat sie Neuigkeiten im Gepäck: “Stillstand gibt es nicht.”