Auf der Suche nach neuer Bleibe

Verein Amazone aus Bregenz braucht eine neue Räumlichkeit.
Bregenz Vor 25 Jahren haben sich einige Frauen und Mädchen nach Räumlichkeiten in Vorarlberg umgeschaut, in denen sie ihre Initiative verwirklichen können. In der Kirchstraße 39 in Bregenz haben sie die perfekte Location gefunden. Seitdem ist dort der Verein Amazone beheimatet.


„Mittlerweile sind wir im Erdgeschoss und in zwei Stockwerke des Hauses eingemietet“, sagt Geschäftsführerin Angelika Atzinger. Neben den Büroräumlichkeiten gibt es in der Amazone viel Platz für Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren, die sich als non-binär, trans oder inter identifizieren. „Der Verein hat vier Tage die Woche geöffnet. Dort können die jungen Mädchen die Räume für verschiedene Aktivitäten nutzen oder einfach ihre Freizeit dort verbringen.“



Nebenher veranstaltet der Verein einige Workshops zu verschiedenen Themen wie Gewaltprävention oder Körperbilder. Auch eine Werkstatt steht den Jugendlichen zur Verfügung. „Wir versuchen, Geschlechtergerechtigkeit zu bewirken. Vor allem sind wir für junge Mädchen da, um sie zu unterstützen. In der Beratungsstelle sind wir für sie da, egal um was es geht, sei es Mobbing oder Sexualität“, fügt Atzinger hinzu. „Dabei probieren wir, wirklich alle anzusprechen“, betont auch Karin Fitz von der Amazone.


Nun ist der seit 25 Jahren alt eingesessene Verein auf der Suche nach einer neuen Räumlichkeit. „Das Thema Barrierefreiheit ist ziemlich groß. Und hier im Gebäude ist sie nicht gegeben. Wir halten schon lange Ausschau, aber es ist schwierig“, sagt die Geschäftsführerin.

Alleine die Straße erschwert Menschen mit Beeinträchtigungen den Zugang zum Verein. Amazone möchte aber weiterhin in Bregenz bleiben. „Wichtig ist, dass wir mit den Öffis gut erreichbar sind.“ Es ist leider nicht möglich, den aktuellen Standort durch bauliche Maßnahmen zu ändern. „Es sind überall Stufen und wenig Platz. Alleine bei dem Eingang zu den Toiletten kommt man kaum durch. Es ist super nett und sympathisch, aber nicht passend“, sagt Karin Fitz. Der Verein Amazone wünscht sich eine neue Räumlichkeit mit 300 Quadratmetern. „Wir haben schon komplexe Anforderungen, aber wir brauchen den Platz für das Jugendzentrum, die Workshopräume, Werkstatt sowie Büros“, so Atzinger.
