Neues Wohnbauprojekt an der Gemeindegrenze zwischen Schruns und Bartholomäberg gestartet

Auf der Grenze zwischen Bartholomäberg und Schruns entstehen drei neue Häuser mit 40 Wohnungen, die sowohl zur Miete als auch zum Kauf und Mietkauf angeboten werden. Damit wird weiterer leistbarer Wohnraum im Montafon geschaffen.
Schruns, Bartholomäberg Auf der Grenze zwischen Bartholomäberg und Schruns, an der L188, baut die Wohnbauselbsthilfe drei Häuser mit insgesamt 40 Wohnungen. Dabei liegt ein Haus in Bartholomäberg, zwei Häuser befinden sich auf Schrunser Gemeindegebiet. Kürzlich fand der Spatenstich statt, bei dem sich der Bauherr, die Wohnbauselbsthilfe, und der Generalunternehmer Jäger Bau zusammen mit den Architekten Christian Schmölz und Roland Stemmer sowie dem Bartholomäberger Bürgermeister Martin Vallaster und dem Vizebürgermeister von Schruns, Norbert Haumer, einfanden.

Die Gemeinden haben den Wunsch geäußert, kostengünstiges Eigentum zu ermöglichen. Deshalb werden zehn Wohnungen über Egger Immobilien verkauft, wobei darauf geachtet wird, dass es sich dabei nur um Hauptwohnsitze handelt. 30 Wohnungen können entweder gemietet oder als Mietkauf-Option erworben werden. Diese Wohnungen werden über die Gemeinden Schruns und Bartholomäberg vergeben.


So wird eine breite Bevölkerungsschicht angesprochen, nicht zuletzt, weil die Wohnungen zwischen 45 und 95 Quadratmeter groß sind und mit zwei bis vier Zimmern nahezu jeden Bedarf abdecken. Die Wohnungen verfügen entweder über Gärten, Terrassen oder Balkone. Eine Mietwohnung kostet zwölf Euro pro Quadratmeter, das bedeutet: Eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 45 Quadratmetern kostet 540 Euro. Die Eigentumswohnungen liegen zwischen 5400 und 6200 Euro pro Quadratmeter.


„Das Besondere an den drei Häusern mit markantem Satteldach und heimischer Holzfassade ist mit Sicherheit die Einbindung in die ehemalige Illwerke-Arbeitersiedlung Kaltenbrunnen. Dass die Gemeindegrenze zwischen Schruns und Bartholomäberg mitten durch das Projekt verläuft, ist nicht alltäglich“, schmunzelte WS-Geschäftsführer Thomas Schöpf. Die drei Häuser seien weder zu groß noch zu wuchtig und fügten sich gut in die Illwerke-Siedlung ein. Sie werden in Hybridbauweise errichtet, bieten barrierefreien Wohnraum für die heimische Bevölkerung, sind an die regionale Fernwärme angeschlossen und verfügen über Photovoltaikanlagen.


Im Innenhof entstehen Aufenthaltsbereiche für die Bewohner sowie ein Spielplatz. Hier können sich Jung und Alt treffen. Alle Autos, auch die der Besucher, werden in der Tiefgarage untergebracht, sodass es keine oberirdischen Parkplätze gibt.

Längere Vorgeschichte
Das Projekt hat eine längere Vorgeschichte. Bereits im Dezember 2018 fand ein Architektenwettbewerb für das 4500 Quadratmeter große Grundstück statt. Doch die Pandemie und die Inflation verzögerten den Baustart. Im Oktober 2026 wird das Projekt, das zwölf Millionen Euro netto kostet, fertiggestellt, und die Bewohner können ihre Wohnungen beziehen.


Bürgermeister Martin Vallaster und Vizebürgermeister Norbert Haumer freuen sich, dass das Wohnbauprojekt endlich gestartet ist. Allein in Bartholomäberg gibt es schon 15 Anfragen, wie Martin Vallaster mitteilte. „Es ist wichtig, für das Montafon, leistbaren Wohnraum anzubieten.“ Und er konnte sich nicht verkneifen, zu erwähnen, dass die Firma Jäger Bau zwar ihren Sitz nach Bludenz verlegt hat, die zwei Bauleiter, Julia Zudrell und Lukas Koch, aber Bartholomäberger sind.

Kurz und bündig
Bauherr Wohnbauselbsthilfe, Bregenz
Generalunternehmer Jäger Bau GmbH, Bludenz
Wohnungsverkauf Egger Immobilien GmbH, Bludenz
Architekt Christian Schmölz + Roland Stemmer
Bauzeit September 2024 – Oktober 2026
Anzahl Gebäude 3
Grundstücksfläche 4.490 m²
Anzahl Wohnungen 40 (2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen)
Wohnungsmix 10 Eigentumswohnungen – Verkauf über Egger Immobilien 30 Miet- und Mietkaufwohnungen – Vergabe über die Gemeinden Schruns und Bartholomäberg
Besonderheiten Hybridbauweise, Fernwärme, Photovoltaik, Unterflurmüllsammelstelle, autofreies Quartier durch Sammelgarage vorbereitet für E-Mobilität
