Warum der Schutzwald für die Gemeinden so wichtig ist

Gerade in Blons hat der Schutzwald eine besondere Bedeutung.
Blons Mehr als die Hälfte des Waldes in Vorarlberg ist Schutzwald. Im Rahmen der Woche des Schutzwaldes wurde ein besonderes Augenmerk auf Blons gelegt. Nach dem Lawinenunglück vor 70 Jahren hat die Gemeinde massiv in Lawinenverbauungen und einen Schutzwald investiert. Jetzt steht am Berghang ein klimafitter Wald.

Über die Wichtigkeit des Schutzwaldes sprachen Landesrat Christian Gantner, Bürgermeister Erich Kaufmann, Andreas Amann (Vorstand der Abteilung Forstwesen) und Gerald Jäger (Sektionschef der Wildbach- und Lawinenverbauung, WLV) bei einer Pressekonferenz in Blons. Christian Gantner betonte, dass die technischen Verbauungen durch die WLV und die flächenwirtschaftlichen Projekte wie Aufforstungen und Querfällungen durch den Landesforstdienst wichtige Maßnahmen seien, um den Siedlungsraum zu schützen. „Zwei Drittel des Siedlungsraumes in Vorarlberg wären ohne intakten Schutzwald nicht bewohnbar“, sagte Gantner.


In Blons sei das Ziel, einen dauerhaften, intakten und nachhaltigen Schutzwald zu errichten, weshalb man 2023 auch eine Schutzwald- und Jagdstrategie erarbeitet habe, so Erich Kaufmann. Die Strategie zielt auf eine Naturverjüngung mit standortgerechten Baumarten ab, was wiederum waldverträglichere Schalenwildbestände voraussetzt. Weiters gibt es zu viele alte Fichten, die sukzessive gefällt und durch einen ausgewogenen Mischwald ersetzt werden sollen. Gerade Baumarten wie Bergahorn und Eibe werden vermehrt gepflanzt, damit der Wald resilienter wird. Wer mehr erfahren will, der kann den Lehrpfad durch den Schutzwald oberhalb von Blons gehen.

