Kühlschrank im Spieleinsatz

VN / 14.08.2025 • 11:35 Uhr
Manuela Bischof und Anne Karakas vom Mobilen Familienzentrum begrüßten Ingrid Benedikt auf dem Spielplatz in den Achauen.
Manuela Bischof und Anne Karakas vom Mobilen Familienzentrum begrüßten Ingrid Benedikt auf dem Spielplatz in den Achauen. Carmen Thurnher

Offener Kühlschrank machte mit dem Mobilen Familienzentrum gemeinsame Sache.

Dornbirn Am Dienstagvormittag war das Mobile Familienzentrum zum letzten Mal in diesem Sommer auf Dornbirns Spielplätzen unterwegs. Diesmal machte das Gefährt Stopp auf dem Spielplatz in den Achauen und hatte dazu noch einen besonderen Gast dabei. Ingrid Benedikt war mit ihrem Projekt Offener Kühlschrank vor Ort. Mit im Gepäck: frische Tomaten und Schnittlauch aus dem eigenen Garten, um gemeinsam mit Interessierten „Klatschbrötle“ zuzubereiten. So wollte Benedikt auf genussvolle Weise zeigen, wie einfach sich überschüssige Lebensmittel und Ernteüberschüsse sinnvoll verwerten lassen.

Kühlschrank im Spieleinsatz: Das Projekt "Offener Kühlschrank" und die mitgebrachten Leckereien stießen auf reges Interesse.
Das Projekt “Offener Kühlschrank” und die mitgebrachten Leckereien stießen auf reges Interesse.

Auftritt in spielerischer Umgebung

„Eine tolle Möglichkeit, das Projekt in einem etwas anderen Rahmen vorzustellen“, freute sich Benedikt. Bereits um 9 Uhr kamen die ersten Familien, die nicht nur das Spielangebot nutzten, sondern sich auch über den „Offenen Kühlschrank“ informierten. Broschüren und neue Folder mit Resterezepten lagen bereit und Benedikt stand den Neugierigen Rede und Antwort. „Ich staune immer wieder, wie viele Menschen das Projekt noch nicht kennen, obwohl wir in Vorarlberg so erfolgreich sind“, meinte sie.

Kühlschrank im Spieleinsatz: Manuela Bischof und Anne Karakas vom Mobilen Familienzentrum begrüßten Ingrid Benedikt auf dem Spielplatz in den Achauen.
Manuela Bischof und Anne Karakas vom Mobilen Familienzentrum begrüßten Ingrid Benedikt auf dem Spielplatz in den Achauen.

Weitere Kooperationen geplant

Der Einsatz in den Achauen war nicht die einzige Zusammenarbeit in diesem Sommer. Schon eine Woche zuvor war Benedikt gemeinsam mit ihrem Enkel Anton am Spielplatz in der Oberen Fischbachgasse mit dabei. Die Verbindung zwischen dem „Offenen Kühlschrank“ und dem Mobilen Familienzentrum soll künftig noch enger werden. Für den Herbst sind weitere gemeinsame Aktionen geplant. „Wir stecken schon voller Ideen und wollen nach dem Dornbirner Spielefest zusammensitzen und daran feilen“, verriet Benedikt. Auch Anne Karakas vom Familienzentrum freut sich auf künftige Kooperations-Projekte. “Der Besuch des Offenen Kühlschranks bei unseren Spielplatzgastspielen kam auf jeden Fall schon einmal super bei den Leuten an und stieß auf reges Interesse”, bestätigte sie.

Landesweit im Einsatz

Der „Offene Kühlschrank“ ist eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung und funktioniert nach dem Prinzip „Bring und Nimm“. Gut erhaltene, überschüssige Lebensmittel können dort abgegeben und von anderen kostenlos mitgenommen werden. In Dornbirn gibt es derzeit vier Standorte: in der Stadtbibliothek, beim Treffpunkt an der Ach, im Kolpinghaus und beim Rohrbacher Pfarrheim. In ganz Vorarlberg werden derzeit 14 Standorte bespielt. Ziel ist es, Lebensmittel nicht wegzuwerfen, sondern weiterzugeben und damit eine nachhaltige Versorgung zu fördern.

Das Mobile Familienzentrum wiederum bot seit Anfang Juli mit den beliebten Spielmaterialien aus seiner „Spielebox“ und einem Wickelmobil ein niederschwelliges Angebot für Familien mit Kindern von null bis sechs Jahren. Jeweils von 9 bis 12 Uhr wurden Spielplätze zu bunten Begegnungsorten, begleitet von Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen – von Sicherheitstipps bis zu Bibliotheksangeboten. Und diesen Dienstag eben mit „Klatschbrötle und informativer Kühlschrank-Klatsch“. cth