In Hörbranz hieß es: “Der Dachsbau ist eröffnet”

Neues Zuhause für den Waldkindergarten Hörbranz.
Hörbranz Manchmal braucht es einfach ein kleines Wunder – so fühlte es sich für das Team des Waldkindergartens Hörbranz an, als nach intensiver Suche endlich eine neue Lösung gefunden wurde. Nachdem das ursprüngliche Ausweichquartier nicht mehr zur Verfügung stand, musste mitten im Sommer in kürzester Zeit ein Ersatz gefunden werden.
Gemeinschaftsprojekt mit Herzblut
Dank Justina Rzychon, der Leiterin des Waldkindergartens, wurde die Idee eines Container-Zuhauses an den Hörbranzer Bürgermeister Andreas Kresser herangetragen. Durch den Einsatz der Gemeinde Hörbranz und ganz besonders durch Bauleiter Horst Schober gelang es, schnell einen gebrauchten Kindergartenwagen zu organisieren und zu restaurieren. Auch Nachbar Erwin Gieselbrecht samt Familie wirkte beim Aufbau mit und half, wo es nötig war.

Bereits Ende August wurde der Wagen geliefert und aufgestellt, ausgestattet mit Strom, Heizung, Trinkwasseranschluss und einer Toilette. Damit steht den Kindern nun ein sicherer Rückzugsort bei Kälte oder schlechtem Wetter zur Verfügung. Draußen im Freien, wo der Waldkindergarten seine pädagogische Heimat hat, wird aber weiterhin gespielt, gelernt und entdeckt – ganz nach dem Motto “Bei Wind und Wetter in Bewegung”.

Feierliche Eröffnung bei Kaiserwetter
Unter dem passenden Namen “Dachsbau” wurde das neue Quartier nun offiziell eröffnet. Neben den Kindern und Eltern waren auch Bürgermeister Andreas Kresser, Vizebürgermeister Stefan Fischnaller sowie viele Unterstützerinnen und Unterstützer anwesend. Das Team um Leiterin Justina Rzychon, Gruppenleitung Nina Walter und Assistenz Andrea Mangold begrüßte alle Gäste herzlich.

“Der Name ‚Dachsbau‘ steht sinnbildlich für Geborgenheit und Schutz, genau das, was der neue Wagen bietet. Auch künftig werden die Kinder den Großteil des Tages draußen verbringen, der beheizte Wagen dient lediglich als sicherer Rückzugsort in den kalten Monaten und speziell bei Unwettern”, betont Justina Rzychon in ihrer Rede.

Pädagogisches Konzept bleibt unverändert
Auch mit dem neuen Standort bleibt das bewährte Konzept bestehen: Der Waldkindergarten setzt auf Naturerfahrungen, Bewegung und die Stärkung von Resilienz. In der sogenannten “Kinderkonferenz” dürfen die Kleinen bei Entscheidungen mitbestimmen – ein wichtiger Teil der demokratischen Erziehung.

Derzeit werden rund zehn Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut – es gibt aber noch Platz für weitere kleine Entdeckerinnen und Entdecker.
Blick nach vorn
In den kommenden Wochen bereitet sich der “Dachsbau” auf das nächste große Highlight vor: das traditionelle St.-Martins-Fest, bei dem Eltern, Kinder und Pädagoginnen gemeinsam feiern werden.

Die gesamte Waldkindi-Familie zeigt sich dankbar für das Engagement und die Unterstützung der Gemeinde. Wie es eine Pädagogin formulierte: “Manchmal braucht es eben nur Mut, Zusammenhalt und ein bisschen Glück – dann wird aus einer Herausforderung etwas ganz Besonderes.” SIB





