“Ich weiß, wie groß dieser Schmerz ist” – Gedenkstätte für früh verstorbene Kinder

Neu in Vorarlberg: eine vielfältige Gedenkstätte und eine soziale Aktion für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Not.
Darum geht’s:
- Marianna Trinidad Lainez hat selbst ein Sternenkind verloren.
- Gedenkstätte bietet Meditationsweg und individuelle Gedenktafeln.
- Pater Fenninger unterstützt alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Not.
Von Katja Grundner
Bregenz „Ich weiß, wie groß dieser Schmerz ist. Für andere Mütter, die Ähnliches erlebt haben: Ihr seid nicht allein“, sagt Marianna Trinidad Lainez, Mutter eines Sternenkindes – also eines Kindes, das vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben ist. Am Samstag wird in der Seitenkapelle der St. Antonius Kirche in Bregenz eine neue Gedenkstätte für früh verstorbene Kinder feierlich durch Bischof Benno Elbs eröffnet. „Außerdem starten wir eine soziale Aktion für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Not“, erklärt Pater Johann Fenninger, der den Grundstein für diese neuen Angebote gelegt hat.
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Hilfe weitergeben
Der Verlust von Lainez’ Tochter liegt nun fast drei Jahre zurück. Es war eine schwere Zeit für die alleinerziehende Mutter und ihren Sohn. Die gebürtige Mexikanerin, die seit neun Jahren in Vorarlberg lebt, hat im Gebet, in Gott, aber auch durch die seelsorgerische Unterstützung von Pater Fenninger Halt gefunden. Als aktives Mitglied der Glaubensgemeinschaft will die 35-Jährige nun anderen Müttern helfen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Unter anderem engagiert sie sich an der Seite von Pater Fenninger für die neue Spendenaktion „Hope4Moms“. Das Geld davon fließt in die Unterstützung von alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern in Not in Vorarlberg, zum Beispiel in Form von Kleidung oder Christbaumschmuck. Aber auch Aktionen wie Ausflüge und Wallfahrten stehen in Aussicht.
Vielfältige Gedenkstätte
Pater Fenninger ist vor drei Monaten nach Bregenz versetzt worden. Zuvor war er in Feldkirch tätig, wo er sich schon viel für alleinerziehende Mütter engagierte. „Nachdem ich mit Bischof Benno Elbs über dieses Thema gesprochen habe, gab er mir den Auftrag für diese Gedenkstätte sowie die pastorale Sorge für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder“, erklärt der 53-Jährige. Die pastorale Sorge besteht aus Seelsorge beziehungsweise geistlicher Begleitung sowie der Spendenaktion „Hope4Moms“.

Die dauerhafte Gedenkstätte in der St. Antonius Kirche ist nicht ausschließlich Sternenkindern gewidmet, sondern allen früh verstorbenen Kindern. Sie besteht aus mehreren Komponenten, etwa einem Meditationsweg mit fünf Stationen an verschiedenen Gemälden. „Auf diesen sind vor allem Frauen dargestellt, die die Freude und das Leiden der Mutterschaft zum Ausdruck bringen.“ Daneben gibt es ein Anliegenbuch zum Eintragen sowie die Möglichkeit für das Entzünden einer Kerze. Mindestens eine Kerze brennt in der Gedenkstätte als Zeichen der Hoffnung durchgehend von morgens bis abends.


Einer der Hauptaspekte der Gedenkstätte sind jedoch die Gedenktafeln. Diese können mit einer selbst gewählten Inschrift in Auftrag gegeben und schließlich in Rahmen an die Kirchenwand gehängt werden. Der Erlös von den Gedenktafeln fließt in den Spendentopf von „Hope4Moms“.
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Ort der Hoffnung
Lainez wird bei der Einweihungsfeier am Samstag gemeinsam mit Bischof Benno Elbs die erste Gedenktafel anbringen. „Für mich ist das eine große Ehre und ein sehr persönlicher Moment“, betont sie. Für sie ist die Gedenkstätte ein intimer Ort der Begegnung, des Trostes und der Hoffnung. „Ein Raum, an dem wir unsere Kinder ehren und ihnen im Gebet verbunden bleiben können.“

Die Einweihung der Gedenkstätte erfolgt im Anschluss an die Gedenkmesse zum 100. Todestag des Kapuzinerbruders Benno Koglbauer, die am Samstag um 19 Uhr beginnt. „Nach ihm ist Benno Elbs benannt“, hebt Pater Fenninger seine Bedeutung hervor. Die Grabstätte des Mönchs befindet sich ebenfalls in der Seitenkapelle, genau da, wo sich die Gedenkstätte für früh verstorbene Kinder befindet.

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Spendenaktion
Für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Not in Vorarlberg
Spendenkonto: Hope4Moms
IBAN: AT77 3700 0000 0301 2804
(VN)