Lauterach ehrt „Träger der Gemeinschaft“

Beim Neujahrsempfang wurde Marktsiegel an acht verdienstvolle Vereinsfunktionäre verliehen.
Lauterach Mit dem traditionellen Neujahrsempfang hat Lauterach wieder seine mehr als 60 Vereine ins Rampenlicht gestellt – wobei Rampenlicht ein gutes Stichwort ist, denn der gleichnamige Theaterverein war für das amüsante Rahmenprogramm verantwortlich und sorgte mit seinen Einlagen für Humor und gleichzeitig Nachdenklichkeit, denn die Themen der Theaterspielerinnen und -spieler waren ein Abbild aktueller Probleme, mit denen sich die heutige Gesellschaft konfrontiert sieht: Schon die Jugend wird von den Alltagsproblemen überfordert – Weihnachtsmann, Osterhase, Halloween-Monster und Engel mussten beim Psychiater auf die Couch und breiteten ihre Probleme aus und die „Großen“ zeigten in einer Videokonferenz auf, dass die neuen Technologien für viele große Tücken bereithalten.

Sparzwang betrifft alle
„Tücken“ finanzieller Art hält das neue Jahr für alle bereit, betonte Bürgermeister Elmar Rhomberg im Talk mit Moderatorin Dominique Sohm: Im einstimmig beschlossenen Budget 2026 mussten zwei Millionen Euro eingespart werden – das trifft alle, bedauerte der Gemeindechef. Investitionen für Kinderhaus oder Zentrumsentwicklung wurden aufgeschoben, in allen Bereichen gab es Kürzungen – auch bei der Vereinsförderung. Das wolle man aber seitens der Gemeinde kompensieren, versprach Rhomberg und verwies darauf, dass die Gemeinde großes Augenmerk darauf richte, die Vereine mit Bereitstellung von Infrastruktur (Sportstätten, Vereinslokale usw.) aber auch personeller Strukturen (Gemeinderat für Vereinswesen sowie die erst 2024 installierte Abteilung für Kommunikation und Veranstaltungswesen) zu unterstützen.

Neues Jahr, neue Chancen
Er sei guten Mutes, so Rhomberg, dass die Vereine diese Abstriche kompensieren können, denn Geld sei nicht das Wichtigste und die Vereinsarbeit baue vielmehr auf den unermüdlichen Einsatz unzähliger Ehrenamtlicher, die sich in vielfältigen Funktionen seit Jahrzehnten als unverzichtbare Träger der Gemeinschaft einbringen und vom Sport über die Kultur bis zu Blaulicht-Institutionen das Fundament der Dorfgemeinschaft sichern.

Diese Ehrenamtlichen würden auch das Motto des Neujahrsempfangs „Neues Jahr, neue Chancen“ ins begonnene Jahr 2026 hineintragen. Acht besonders verdienstvolle Funktionäre wurden mit dem Marktsiegel belohnt und GR Matthias Österle zeigte in der jeweiligen Laudatio auf, dass die Gemeinde und die Vereine stolz auf diese Persönlichkeiten sein dürfen.
Marktsiegel in Bronze
Egon Haag, 35 Jahre Kassier des Kegelsportklubs
Harald Konzilia, 24 Jahre Kassier der Turnerschaft
Helmut Rohner, 20 Jahre Kassier des Vereins „Vorarlberg 50plus“
Marktsiegel in Silber
Andreas Schwei, 15 Jahre Obmann beim Oldtimer. Und Raritäten-Club
Manfred Staudinger, 15 Jahre Obmann der Turnerschaft
Goldenes Marktsiegel
Elmar Kolb, 20 Jahre Obmann des Vereins „Vorarlberg 50plus“
Klaus Meyer, 25 Jahre Obmann des Kegelsportclubs
Josef Greußing, 40 Jahre Feuerwehr, davon 37 Jahre Chronist, 25 Jahre Schriftführer

Ein langer Feiertag
Caterer Michi Erath sorgte beim anschließenden Smalltalk im Foyer des Hofsteigsaals für das leibliche Wohl der Gäste, die einen langen Feiertag gemütlich ausklingen ließen. Einen Tag, der schon am Vormittag mit dem traditionellen Dreikönigskonzert der Jugendkapelle eingeleitet worden war.

Unter Leitung von Martin Schelling und Thomas Jäger boten die Jüngsten der Musik (EntenEcho) und die 50-köpfige Jugendkapelle einmal mehr ein erfrischendes Programm und eine ideale Einstimmung auf den abendlichen Neujahrsempfang.










