Pioneers erwachen zu spät

Sport / 09.01.2026 • 21:38 Uhr
Im Startdrittel fuhren die Ungarn den Pioneers, wie hier Oskar Maier, um die Ohren.  /Fradimedia
Im Startdrittel fuhren die Ungarn den Pioneers, wie hier Oskar Maier, um die Ohren. Fradimedia

Bittere 4:5-Niederlage der Feldkircher in Budapest zum Auftakt des Ungarn-Doppels.

Budapest Ein katastrophaler Start kostete die Pioneers in Budapest wichtige Zähler. Nach 20 Minuten lagen die Feldkircher gegen Ferencváros bereits mit 1:5 zurück. Obwohl sich Kevin Macierzynski und Co. noch bis auf 4:5 herankämpften, gelang der Ausgleich nicht mehr. Damit verpassten es die Montfortstädter, Boden auf einen direkten Konkurrenten gutzumachen. Keine 24 Stunden nach dieser Niederlage geht es für den Tabellenvorletzten heute in Fehérvár (17.30 Uhr) weiter.

Nach dem fünften Gegentreffer verließ David Madlener das Eis.
Nach dem fünften Gegentreffer verließ David Madlener das Eis.

Ein Drittel zum Vergessen

Die Feldkircher lieferten im ersten Abschnitt eine Grusel-Leistung ab. Die Ungarn feuerten elfmal auf das Gäste-Tor – fünf Schüsse fanden den Weg in die Maschen. “Wir waren wirklich schlecht”, beschönigte Trainer Johannes Nygård nichts. Bereits in der fünften Minute erzielte Gordie Green die Führung. Zwar gelang Luca Erne wenig später der Ausgleich, doch die Hausherren legten gnadenlos nach. Jesper Lindgren (7.) und Jesse Antonen (9.) nutzten zwei grobe Schnitzer der Gäste-Defensive eiskalt aus.

Ice hockey League

Ferencvaros – Pioneers Vorarlberg 5:4 (5:1, 0:2, 0:1)
Budapest, 1295 Zuschauer
Torfolge: 5. 1:0 G. Green, 6. 1:1 Erne, 7. 2:1 Lindgren, 9. 3:1 Antonen, 13. 4:1 Coulter, 15. 5:1 L. Green, 25. 5:2 Gallant, 40. 5:3 Böhm, 48. 5:4 Bukarts
FTC: Nagy: Bengtsson, Lindgren, Hudec, L. Green, Toth, Horvath, Nagy, Seregely; Shaw, Kestila, Antonen, G. Green, Coulter, Tammela, Mihalik, Molnar, Galajda, Sofron, Mattyasovszki, Laskawy
PIV: Madlener (15. Caffi); Schnetzer, Roehl, Reini, Kernberger, Korecky, Allen, Wempe; Bukarts, Dornbach, Adams, Maier, Gallant, Florchuk, Macierzynski, Tschofen, Metzler, Böhm, Summer, Erne, Woborsky

Das Unheil nahm seinen Lauf: In der 13. Minute lenkte Roberts Bukarts die Scheibe unglücklich ins eigene Gehäuse. Zwei Minuten später legte Luke Green den Puck ins kurze Eck. PIV-Keeper David Madlener räumte daraufhin seinen Platz für Alex Caffi. Dieser verhinderte kurz vor der Pause den sechsten Gegentreffer, als er einen scharfen Schuss an die Stange lenkte. Pech hatten die Gäste kurz davor, als die Schiedsrichter einen Treffer von Michael Kernberger wegen Torhüterbehinderung nicht anerkannten.

Am Ende gelang es Julian Metzler und seinem Team nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.
Am Ende gelang es Julian Metzler und seinem Team nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.

Aufholjagd kommt zu spät

Im zweiten Abschnitt zeigten die Gäste Moral. Cole Gallant aus spitzem Winkel (25.) und Salzburg-Leihgabe Mathias Böhm (40.) verkürzten auf 3:5. Dazwischen lag viel Kampf, aber auch vergebene Möglichkeiten: So ließen die Feldkircher in der 36. Minute eine 70-sekündige doppelte Überzahl ungenutzt. Zuvor scheiterte FTC-Stürmer Brady Shaw spektakulär an Caffi.

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Im Schlussdrittel warf der Vorletzte nochmals alles nach vorne. Doch bis auf den Anschlusstreffer von Roberts Bukarts (48.) – der Lette traf im dritten Match in Folge – reichte es nicht mehr. Nygård bilanzierte ernüchtert: “Nach diesem Start war der Frust einfach zu groß, um doch noch über uns hinauszuwachsen. Schade, denn am Ende hatten wir mehr vom Match.” ABR