Neuer Faschingsverein: “Heiße Hasen” aus dem Hatlerdorf feiern Premiere

Ein junger Faschingsverein bereichert seit Kurzem die Dornbirner Fasnatzunft.
Dornbirn Was mit einer spontanen Idee unter Freunden begann, ist binnen kurzer Zeit zu einer festen Größe im Dornbirner Fasching geworden. Der neue Faschingsverein “Näasche Hatler” zählt aktuell 85 offizielle Mitglieder – Tendenz steigend – und bringt frischen Schwung in die fünfte Jahreszeit. Seine Wurzeln liegen im vorletzten Fasching, als sich ein paar faschingsbegeisterte Freunde bei einem Fest zusammensetzten und überlegten, was man gemeinsam auf die Beine stellen könnte. Die Antwort war schnell gefunden – eine eigene Faschingstruppe. Eine WhatsApp-Gruppe wurde gegründet, Freunde von Freunden kamen dazu – und aus einer kleinen Runde entstand eine beachtliche Gemeinschaft.

Junge Obfrau voller Tatendrang
Im vergangenen Jahr traten sie erstmals als Gruppe bei mehreren Umzügen auf, unter dem Namen “Heiße Hasen”. Bereits beim ersten Auftritt waren rund 80 Mitwirkende dabei. Der Erfolg und der starke Zusammenhalt bestätigten die Gründer darin, den nächsten Schritt zu wagen. Ein eigener Verein mit dem Namen “Näasche Hatler” wurde gegründet, der nun als Unterzunft zur Dornbirner Fasnatzunft gehört.

Obfrau ist die 18-jährige Pia Berger, die von Beginn an bei der Idee dabei war und sich ohne Zögern bereit erklärte, Verantwortung zu übernehmen. “Ich liebe Fasching und bin begeistert davon, was man miteinander für eine Gaude haben kann”, sagt sie. Hinter ihr steht ein Team, auf das sie sich voll verlassen kann – und Pia ist gerne eine “Frau der Tat”. Der Großteil der Mitglieder stammt aus dem Hatlerdorf, willkommen ist jedoch jeder. Genau diese Offenheit macht den Verein aus. “Wir verbinden Generationen. Vom Volksschulkind bis zum Pensionisten sind alle vertreten, vereint durch die Freude am gemeinsamen Feiern”, betont Berger.

Gemeinsam und doch individuell
Auch das Kostüm spiegelt diesen Gedanken wider. Um als Gruppe klar erkennbar zu sein, entschied man sich für ein einheitliches Hasenkostüm. Gleichzeitig bleibt Raum für Individualität. Dessous, Bademode oder kreative Accessoires dürfen und sollen das Outfit ergänzen – ganz im Sinne des Mottos “Heiße Hasen”, das auch in den kommenden Jahren beibehalten werden soll.

Der erste offizielle Auftritt als Verein erfolgte am vergangenen Sonntag beim Landesnarrentag in Hard. Heuer sind die “Nääsche Hatler Hasen” bei den Umzügen in Lustenau, Kehlegg, Hohenems, Haselstauden sowie bei der Volksschule Hatlerdorf zu sehen. Unterstützt wird die Obfrau von zahlreichen Helfern, darunter auch Silke Kaufmann, Vorstandsmitglied und organisatorisches Rückgrat des Vereins. Sie kümmert sich um Anmeldungen, Wurfmaterial und vieles mehr. Ihre Mutter, Dagmar Fenkart-Kaufmann, ist Zunftmeisterin der Dornbirner Fasnatzunft – so schloss sich der Kreis.

Sogar ein eigenes Wagen-Team gibt es bereits. Noch wird der Wagen von Hand gezogen, doch die Ambitionen sind groß, denn Wachstum ist für den jungen Verein ja kein Fremdwort. Was aber am meisten zählt, “ist die Gemeinschaft – und die Lust, den Fasching gemeinsam zu leben”, so Pia Berger abschließend. cth



