Konturen des Lebens in Wort und Bild

VN / 14.01.2026 • 15:00 Uhr
Auf überaus großes Interesse stieß die Ausstellungseröffnung von Gerhard Mangolds „Konturen des Lebens“ in der Sylvia Janschek Art Gallery in der Bregenzer Kaiser Josef Straße. PETER STRAUSS   
Auf überaus großes Interesse stieß die Ausstellungseröffnung von Gerhard Mangolds “Konturen des Lebens” in der Sylvia Janschek Art Gallery in der Bregenzer Kaiser-Josef-Straße.peter strauss

Gerhard Mangold überzeugt in der Sylvia Janschek Art Gallery als Maler und Autor.

Hörbranz Nach seiner letzten Ausstellung (“Facetten”) vor knapp vier Jahren in der Galerie 9und20 – dem schmalsten Haus Europas in der Bregenzer Kirchstraße – war der Hörbranzer Künstler Gerhard Mangold vier Jahre lang in seinem Atelier bei der Arbeit, unternahm zwischendurch “Arbeitsreisen” in den Süden und gab Kurse für ambitionierte Hobby-Malerinnen und -Maler, denen er seine Leidenschaft und sein Know-how in seinen bevorzugten Techniken – Zeichnung und Aquarell – weitervermittelte.

„Als hätte er es eben erst heute gemalt . . .“, staunten Bürgermeister Andreas Kresser und sein Vize Stefan Fischaller (r.) vor dem Bild der winterlichen Leiblach in Hörbranz.   
“Als hätte er es eben erst heute gemalt…”, staunten Bürgermeister Andreas Kresser und sein Vize Stefan Fischaller (r.) vor dem Bild der winterlichen Leiblach in Hörbranz.

Ein Buch als Ergänzung

Und nicht nur das: “Gleichzeitig habe ich an einem neuen Buch gearbeitet, das einerseits Leitfaden und Inspiration für jene, die meine Kurse besuchten, gedacht ist und ebenso als posthume Liebeserklärung an meine 2018 verstorbene Gattin Margarete, “Meki”. Ohne sie wäre ich nie dahin gekommen, wo ich heute bin, sie hat mir in all den Jahren bei der Malerei und der Musik den Rücken freigehalten”, wie er in einem berührenden Vorwort zum zweiten Buch festhält. Und das große Interesse bei der Vernissage für seine knapp 150 Seiten starken “Konturen des Lebens” lässt darauf schließen, dass auch sein zweites Werk ebenso ein Erfolg wird wie sein vor rund 15 Jahren erschienenes erstes Buch, das schnell vergriffen war und deshalb ein Nachdruck aufgelegt werden musste.

Die von Rosario Bonaccorso musikalisch unterlegte Vernissage-Rede von Prof. Renate Bauer erinnerte in manchen Passagen an Rap.
Die von Rosario Bonaccorso musikalisch unterlegte Vernissage-Rede von Prof. Renate Bauer erinnerte in manchen Passagen an Rap.

Über mich selbst erstaunt

“Wäre schön, wenn es diesmal auch so wäre…”, sinnierte der Künstler bei der Vernissage in der Sylvia Janschek Art Gallery in der Bregenzer Kaiser-Josef-Straße schmunzelnd. Seine rund drei Dutzend Bilder sind ein Querschnitt durch sein Schaffen in den vergangenen Jahren und Ausdruck seiner Kreativität, denn “ich war bei der Auswahl der Bilder selbst erstaunt, was da seit meiner Ausstellung 2022 zusammengekommen ist.” Bilder, mit denen Mangold Alltägliches – Landschaften, Häuser, Menschen usw. – beobachtet und faszinierend umsetzt.

Mit einer „etwas anderen Rede“ eröffnete Prof. Renate Bauer die Ausstellung „Konturen des Lebens“. 
Mit einer “etwas anderen Rede” eröffnete Prof. Renate Bauer die Ausstellung “Konturen des Lebens”.

Doppelt Grund zum Feiern

Die aktuelle Ausstellung ist für Gerhard Mangold auch ein doppelter Grund zum Feiern: Vor 50 Jahren hat er mit seinen Brüdern Elmar und Herbert mit den Bodenseespatzen seinen Traum vom Musizieren verwirklicht und ist heute nach mehreren Umbesetzungen des Trios als Mangold 3 nach wie vor gefragter Musiker, und vor 40 Jahren startete der gelernte Radio- und TV-Techniker auch als Maler seine erfolgreiche Karriere.

Bei der Vernissage signierte Gerhard Mangold die ersten druckfrischen Exemplare der „Konturen des Lebens“.
Bei der Vernissage signierte Gerhard Mangold die ersten druckfrischen Exemplare der “Konturen des Lebens”.

Solche Überlegungen sind dem 73-jährigen Hörbranzer fremd, er ist nicht nur ein Musikant, sondern auch mit großer Ernsthaftigkeit als Maler tätig – und als solcher auch sehr erfolgreich, wurde seine Arbeit doch 2010 mit einem “Ritterschlag” gekrönt: Beim Aquarellwettbewerb “Die Meister von Morgen” wurde ihm von Prof. Dr. Rudolf Leopold die hohe Auszeichnung verliehen, und seither hängt sein Bild im Leopold Museum in Wien – neben Werken von Gustav Klimt oder Egon Schiele.

Eine fröhliche Runde aus dem Bregenzerwald, die sich vom Besuch der Eröffnung auch vom miesen Wetter nicht abhalten ließ.   
Eine fröhliche Runde aus dem Bregenzerwald, die sich vom Besuch der Eröffnung auch vom miesen Wetter nicht abhalten ließ.

Ein Hauch von Rap

Die reizvolle Kombination von Malerei und Musik kam auch in der Vernissage-Rede von Prof. Renate Bauer zum Ausdruck, denn deren Ausführungen wurden von Mangolds Musikerkollegen Rosario Bonaccorso begleitet und erinnerten in einigen ungewöhnlichen Passagen an eine spezielle Art von Rap.

Ehrensache für Bürgermeister Andreas Kresser mit Gattin Eva und Töchterchen Lina zur Vernissage zu kommen.
Ehrensache für Bürgermeister Andreas Kresser mit Gattin Eva und Töchterchen Lina, zur Vernissage zu kommen.

Bis 20. Februar geöffnet

Die Ausstellung in der Sylvia Janschek Art Gallery in der Bregenzer Kaiser-Josef-Straße ist noch bis 20. Februar von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 17 bis 20 Uhr geöffnet, der Künstler ist zu den Öffnungszeiten anwesend. STP

Volles Haus in der Sylvia Janschek Art Gallery bei der Ausstellungseröffnung „Konturen des Lebens“.   
Volles Haus in der Sylvia Janschek Art Gallery bei der Ausstellungseröffnung “Konturen des Lebens”.
Thomas und Diana Fritsch, Hotel Fritsch am Berg, im Gespräch mit dem Künstler.   
Thomas und Diana Fritsch, Hotel Fritsch am Berg, im Gespräch mit dem Künstler.
Künstler Hermann Präg im Gespräch mit Gerhard Mangold und dessen Tochter Marina.   
Künstler Hermann Präg im Gespräch mit Gerhard Mangold und dessen Tochter Marina.
Freude an der Musik und das Talent dazu hat Sohn Michael von Papa Gerhard geerbt.   
Freude an der Musik und das Talent dazu hat Sohn Michael von Papa Gerhard geerbt.
Othmar Bereuter, Obmann der Arge Kunst am Berg, nahm vom Besuch der Ausstellungseröffnung viele Anregungen für seine Arbeit mit nach Sulzberg.
Othmar Bereuter, Obmann der Arge Kunst am Berg, nahm vom Besuch der Ausstellungseröffnung viele Anregungen für seine Arbeit mit nach Sulzberg.
Nicht nur die neuen Bilder, auch das neue Buch des Hörbranzer Künstlers wurden studiert und eifrig diskutiert.
Nicht nur die neuen Bilder, auch das neue Buch des Hörbranzer Künstlers wurden studiert und eifrig diskutiert.