Nach verheerender Kamikaze-Fahrt in Alberschwende: Polizeiliche Ermittlungen nun abgeschlossen

VN / 14.01.2026 • 11:38 Uhr
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shourotAm vergangenen Ostermontag kurz vor Mitternacht kam es in Alberschwende nach einem desaströsen Unfall zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettung und Polizei.

Illegales Straßenrennen: Nach beispiellosem Unfall am Ostersonntag 2025 prüft jetzt die Staatsanwaltschaft Feldkirch, ob und welche Anklagen erhoben werden.

Alberschwende, Feldkirch Es war einer der folgenschwersten Unfälle der vergangenen Jahre in Vorarlberg, der auch überregionales Aufsehen erregte: Am 21. April 2025, Ostersonntag kurz vor Mitternacht, war Alberschwende von Blaulicht erleuchtet.

Frontal gegen Kapelle

Am Ortseingang war ein Pkw frontal gegen die Wand der historischen Wendelinskapelle geprallt, Fahrer und Beifahrer erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Ein Trümmerteil des Wagens schlug zudem in das Fenster einer nahegelegenen Metzgerei ein und hinterließ ein Loch mit einem Durchmesser von rund 30 Zentimetern.

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Ein zweiter, schwer beschädigter Pkw kam etwa 150 weiter zum Stehen, seine beiden Insassen standen unter starkem emotionalem Schock. 

Audi und BMW

Die Polizei machte schon zu Beginn ihrer Ermittlungen keinen Hehl daraus: Man hatte es hier mit einem illegalen Straßenrennen zu tun. Daran beteiligt waren ein Audi A4 mit Bregenzer Kennzeichen und ein roter BMW mit deutscher Nummerntafel. Von den beiden jungen Unfallfahrern war einer lediglich im Besitz eines Probeführerscheins.

Vor Ort herrscht ein Tempolimit von 40 km/h. Laut Augenzeugen sollen die beiden Pkw jedoch mit weit über 100 km/h gerast sein. Sie kamen aus Richtung Egg, wo sie auf der L200 durch eine angeblich besonders waghalsige und rücksichtslose Fahrweise auffielen – mit schlussendlich desaströsen Folgen.

Aufwändige Ermittlungen

Die Ermittlungen der zuständigen Polizeiinspektion Egg gestalteten sich schwierig und nahmen deshalb geraume Zeit in Anspruch. Zum einen, weil die spitalsreifen Unfallbeteiligten langfristig nicht einvernommen werden konnten. Zum anderen, weil es zahlreiche Fragen zu klären gab, auch seitens eines Kfz-Sachverständigen. Etwa, in welchem Zustand sich die Fahrzeuge vor dem Unfall befanden (waren sie manipuliert?), wie hoch die Geschwindigkeiten tatsächlich waren und ob die betreffenden Pkw-Lenker durch Substanzen beeinträchtigt waren.

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Ohne näher auf diese Details einzugehen, bestätigte die Staatsanwaltschaft Feldkirch am Mittwoch auf Anfrage der VN, dass die diesbezüglichen Ermittlungen durch die Polizeiinspektion Egg nun abgeschlossen wurden und ein Abschlussbericht an die Anklagebehörde übermittelt worden ist. Die Staatsanwaltschaft prüft den Bericht derzeit, um dann mögliche Anklagepunkte zu erheben, die zu einem Prozess am Landesgericht Feldkirch würden. Im Raum dürfte dabei unter anderem Gefährdung der körperlichen Sicherheit stehen.