Von der Schulbank ins Studium

Am BG Dornbirn fand ein Alumni-Talk mit 100 Teilnehmenden statt.
Dornbirn Wie geht es weiter nach der Schule? Welche Studienrichtungen gibt es abseits der Klassiker – und wie fühlt sich der Schritt von der Matura ins Studium wirklich an? Antworten darauf lieferte ein Alumni-Talk am Bundesgymnasium Dornbirn, der ehemaligen und derzeitigen Schülerinnen und Schülern Raum für persönlichen Austausch bot.

Rund 100 Teilnehmende füllten den Festsaal des BG Dornbirn – etwa zur Hälfte Alumni der vergangenen Maturajahre, zur Hälfte diesjährige Maturanten. Initiiert im Rahmen der Bildungsberatung von Prof. Daniel Schwendinger und Prof. Erika Schuster, fand die Veranstaltung erstmals seit der Pandemie wieder statt. Ziel war es, Erfahrungen weiterzugeben, Orientierung zu bieten und den Dialog zu fördern.

Erfahrungen weitergeben
Nach einer gemeinsamen Begrüßung bildeten sich themenspezifische Gruppen – etwa zu Medizin, Lehramt, Architektur, Jus, Tourismusmanagement, Wirtschaft oder Psychologie. Dort wurden Erfahrungen aus dem Studienalltag, Entscheidungswege und unterschiedliche Werdegänge diskutiert. Für Katharina Amann (25) schloss sich dabei ein Kreis. “Ich habe den Alumni-Talk 2016 gemeinsam mit Frau Prof. Erika Schuster ins Leben gerufen, weil mich interessiert hat, welche Möglichkeiten es nach der Matura gibt”, sagt sie. Heute ist sie selbst Alumna, hat ein BWL-Studium mit Master abgeschlossen und arbeitet bei einer Unternehmensberatung in München. “Es ist schön, wieder hier zu sein und meine Erfahrungen weiterzugeben.”

Möglichkeiten entdecken
Dass sich auch jüngere Schüler angesprochen fühlen, zeigt das Beispiel von Jonas Berlinger (16): “Ich bin zwar erst in der siebten Klasse, denke aber, es ist wichtig, sich so früh wie möglich zu informieren.” Noch sei er offen, wolle aber ein Gefühl dafür bekommen, was ihn interessieren könnte. Für Julian Jenny (22) war genau das der Grund, beim Alumni-Talk dabei zu sein. “Ich möchte Ideen für Wege abseits der großen Studiengänge mitgeben”, sagt der Student der Finanz- und Versicherungsmathematik an der TU Wien. Gleichzeitig sei es schön, ehemalige Klassenkollegen wiederzutreffen.

Neuer Expertenpool
Zu Beginn des Abends stellte Katja Mitterbacher (21) den von ihr neu initiierten Expertenpool vor. Dabei sollen Kontakte von Personen gesammelt werden, die bereits Studium oder Ausbildung absolviert haben und ihre Erfahrungen an Schüler weitergeben möchten – im persönlichen Austausch oder auch direkt im Unterricht. “Hier an der Schule haben wir viel für die Zukunft gelernt. Wenn es Dinge gibt, die man weiterentwickeln kann, reizt es mich, genau dort anzusetzen”, sagt die Architekturstudentin aus Innsbruck.

Der persönliche Austausch beim Alumni-Talk kam bei den Schülern gut an. Achtklässlerin Samaire Gögele nutzte die Gelegenheit, um sich mit Katja Mitterbacher über deren Studienweg auszutauschen: “Man hört oft viel über Medizin oder BWL, aber weniger über kreative Studien. Architektur könnte für mich interessant sein.”

Erstes Alumnifest
Zum Abschluss traf sich das Plenum noch einmal zum Austausch. Erika Schuster freute sich über die hohe Beteiligung und das Wiedersehen mit den ehemaligen Schülerinnen und Schülern. “Es ist schön zu sehen, welche Wege sie gehen – und wie aus ihnen wertvolle Mitglieder der Gesellschaft geworden sind.” Ein weiterer Fixpunkt steht bereits fest: Am 30. Mai soll erstmals ein großes BGD-Alumnifest stattfinden – als generationenübergreifendes Wiedersehen, Austauschplattform und gemeinsames Feiern der Schulgeschichte. LCF













