“Universal thoughts – Allgegenwart” im Kunstraum Remise

Verein allerArt Bludenz lud zur Eröffnung der Ausstellung mit Werken Georg Petermichls.
Bludenz “Einen fragmentarischen, subjektiven Zugang zu unserer Welt”, so die neue Kuratorin des Vereins allerArt Bludenz, Christine Lederer, zeigt der Künstler Georg Petermichl mit seinen Arbeiten im Kunstraum Remise in Bludenz. Er beschäftige sich mit unterschiedlichen Zeitphänomenen und ihrer spezifischen Bildkultur, zum Beispiel Sammelleidenschaft und Wegwerfmentalität. Etwa herkömmlichem Verpackungsmaterial gebe er genauso wie Museumsartefakten tragende Rollen. Die Fotografie diene ihm auch in seiner skulpturalen Praxis immer als Arbeitsprinzip und Denkmodell. Georg Petermichl thematisiere mit seiner Kunst so eine Ambivalenz der Gegenwart und führe die Menschen irgendwie vor und hinter das Licht. Seine Werke ließen sich als Kommentare zur Jetztzeit lesen; diese knüpften sowohl an bildhistorische Traditionen als auch an aktuelle Bildökonomien an. Verpackungsmaterial, die Luftpolsterfolie, die mit der Amazon-Bestellung mitgeliefert werde, mutiere zum Paravent; dieser gliedere den Kunstraum Remise und gebe Blickachsen vor.

Der ausstellende Künstler bediene sich Objekten aus unterschiedlichen Zeiten: Antike Vasen, die er in kunsthistorischen Museen recherchiere (von vorchristlichen Gefäßen aus Mesopotamien bis Berber-Kunsthandwerk aus dem vorletzten Jahrhundert), konfrontiere er mit Limited Editions von McDonald’s Coca-Cola-Gläsern als zeitgenössischen Counterparts. So komme es, wie Christine Lederer weiter ausführt, zu einem spielerischen Kräftemessen zwischen Hoch- und Massenkultur. Die Arbeiten trügen den Titel “Clash”, der antike Gebrauchsgegenstand versus Marketingprodukt. Den McDonald’s-Besuch zum Zusammentragen der Coca-Cola-Gläser nach langen Tagen im Studio bezeichne Georg Petermichl als “Guilty-Pleasure-Moments” der Kunstpraxis.

Sein “Schlüsselwerk” seien Vasen; in diesen seien Abdrücke von Schlüsseln zu finden, welche für seine Karriere wichtig seien. Sie hätten ihm Zugang zu Ausstellungsräumen, Museen, Ateliers, Residencies und Studienplätzen verschafft. Seine künstlerische Laufbahn schreibe er so in die Vasen ein. Georg Petermichl nütze eine einfache und dennoch verschlüsselte Bildsprache, um jene Spuren zu hinterlassen, die in der Kunstwelt so viel wert sind: Wie Hieroglyphen fänden sich die Stufen seiner Karriere nun auf Gebrauchsgegenständen wieder.

Unter den Vernissagebesuchern befanden sich die Stadträte Cenk Dogan und Joachim Heinzl, Bundesrat Christoph Thoma, Kunsthistorikerin Andrea Fink, Kulturamtsleiterin Daniela Beck, die Mediziner Rosa Sucher und Bernhard Jochum, Psychotherapeutin Veronika Verzetnitsch, die ehemalige Rathaus-Mitarbeiterin Verena Maier und Kuratorin Bianca Rovetta (Amt der Stadt Feldkirch), Architekt Markus Mallin, Künstler Michael Mittermaier und seine Frau, die Bildungs- und Berufsberaterin Martina Lehner, Ajnija Reiterer (Bar Herr Muk) sowie Simeon Brugger von der Galerie Brugger in Klaus (gemeinsam mit Anne Zühlke ist Simeon Brugger derzeit für die Kunstankäufe des Landes Vorarlberg zuständig). SCO
Weitere Informationen gibt es unter www.allerart-bludenz.at.
















