Junge Talente trommeln sich nach vorn

Die Schlagwerker Elias (10) und Lorenz (12) treten zu zweit bei prima la musica an.
Lustenau Noch gut einen Monat haben die beiden Schlagzeugschüler Elias Mairer (10) und Lorenz Lanza (12) von der Rheintalischen Musikschule Zeit, um sich auf ihren großen Auftritt beim Landesmusikwettbewerb “prima la musica” vorzubereiten. Im Duo werden sie in der Altersgruppe I ihr Können unter Beweis stellen. “Ich übe täglich eine Stunde, je näher der Wettbewerb rückt, desto mehr. Ich hab sogar schon bis zu drei Stunden am Tag geübt”, erzählt Lorenz. Auch sein Ensemble-Partner Elias übt täglich, achtet dabei nicht auf die Zeit. “Wir üben einfach so lange, bis es sitzt”, erklären die beiden unisono. Ob Schlagzeug, Marimba oder Vibraphon: Die jungen Musiker beherrschen ihre Instrumente mit beeindruckender Technik und viel Gefühl. Ihre Leidenschaft ist nicht nur hör-, sondern auch sichtbar: Mit Feingefühl tanzen die Schlägel über Trommeln und Klangplatten und erzählen so eine Geschichte.

Alle zwei Jahre im Ensemble
Alle zwei Jahre treten Schlagwerker als Ensemble und nicht im Solo beim Wettbewerb an. “Beim Zusammenstellen der Ensembles ist es wichtig, dass die Kinder auf einem ähnlichen Leistungsstand sind und gut miteinander spielen können. Das ist nicht selbstverständlich”, betont Schlagwerk-Lehrer Ronald Fischer. Umso mehr freut es ihn, dass Elias und Lorenz so harmonieren.

Im Ensemble zählt nicht nur das richtige Spielen, sondern auch das aufmerksame Zuhören und Aufeinandereingehen, um als Gruppe zu bestehen. Unter dem Namen “Grooving Minds” treten die beiden mit vier Stücken an. Ihr Auftritt dauert zehn Minuten. Seit Schulbeginn im Herbst bereiten sich die zwei Schlagzeugschüler intensiv auf prima la musica vor. “Wenn an diesem Tag alles glatt läuft, haben die beiden sehr gute Chancen”, ist ihr Lehrer überzeugt. Bis zum großen Tag treffen sie sich einmal wöchentlich zur gemeinsamen Probe, bei der jedes Detail ausgefeilt wird. Kraftvolle, energiegeladene Passagen wechseln sich mit leisen Momenten ab. “Wir spielen beide auch im Musikverein Lustenau, kennen uns gut und so macht das Spielen miteinander viel Spaß”, sagt Lorenz.
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Den Rhythmus im Blut
Wer den beiden beim Musizieren zusieht, erkennt sofort: Hier wird mehr als “nur” Schlagzeug gespielt. Es ist pure Leidenschaft, eine Geschichte, die die beiden mit ihren Instrumenten erzählen. “Ich würde später gerne eigene Songs komponieren”, verrät Lorenz, der bereits seit sechs Jahren täglich übt. Wohin Elias’ musikalischer Weg führen wird, weiß er noch nicht genau, er lässt sich überraschen. Lehrer Ronald Fischer bereitet seine Schützlinge intensiv auf den Wettbewerb vor. Stolz sagt er: “Die beiden brennen für die Musik. ‚Prima la musica‘ ist für sie das große Ziel dieses Schuljahres.” Vor dem Wettbewerb steht noch eine Generalprobe vor Publikum an. “Ich bin schon ein bisschen nervös auf prima la musica”, gibt Lorenz zu, und Elias nickt zustimmend. Ihr Lehrer strahlt Zuversicht aus: “Ich bin sicher, die beiden werden die Jury mit ihrem außergewöhnlichen Talent überzeugen.” BVS



