Pioneers verlieren „Alles-oder-Nichts-Spiel“

Trotz großer Moral und Führung unterliegen die Feldkircher einem dezimierten KAC mit 4:5
Feldkirch Die Pioneers lieferten sich am Freitagabend über 60 Minuten einen offenen Schlagabtausch mit dem KAC, standen am Ende aber erneut mit leeren Händen da. Das knappe 4:5 gegen den Rekordmeister schmerzt. „Uns bleibt nichts anderes übrig, als das Positive aus dem Spiel mitzunehmen und nach vorne zu blicken“, resümierte ein sichtlich enttäuschter Roni Allén. Die Ausgangslage für das Heimspiel am Sonntag gegen den VSV (16 Uhr) ist nun glasklar: Verlieren die Pioneers auch gegen die Draustädter, ist der Zug in Richtung Pre-Playoffs endgültig abgefahren. Der Rückstand auf den zehnten Tabellenplatz wuchs nach der 26. Saisonniederlage bereits auf 13 Zähler an.
Fehlstart für Gastgeber
Dabei schienen die Vorzeichen für die Hausherren nicht schlecht zu stehen. Der Tabellenführer aus Klagenfurt reiste mit dem allerletzten Aufgebot nach Feldkirch. Gerade einmal drei Linien brachte der Rekordmeister auf das Eis, gleich acht Stammspieler fehlten verletzungsbedingt. Auch das dezimierte Line-up der Rotjacken setzte die Gastgeber von Beginn an unter Druck und forcierte ein hohes Tempo. Die Quittung erhielten die Hausherren in der achten Spielminute: Mathias From vollendete einen Konter eiskalt zur Führung. Dieser Rückstand wirkte jedoch wie ein Weckruf. Die Pioneers nahmen den Kampf nun an und erarbeiteten sich Chancen. Nachdem Ramon Schnetzer in der 14. Minute das Gehäuse noch knapp verfehlt hatte, klappte es drei Minuten später besser. Oskar Maier zog ab, Michael Kernberger fälschte an die Stange ab und Eric Florchuk reagierte am schnellsten. Der Stürmer wischte die freiliegende Scheibe zum verdienten 1:1 über die Linie.
Führung und Frust
Der zweite Abschnitt begann mit einer kalten Dusche. Jan Mursak kam vor dem Tor völlig frei zum Abschluss und ließ sich die Chance nicht entgehen. Dem Treffer ging wohl ein Abseits voraus. Die Hausherren zeigten jedoch Moral und kämpften sich zurück. In der 28. Minute schlenzte Roberts Bukarts den Puck ins lange Eck zum 2:2. Nur zwei Minuten später drehten die Hausherren die Partie komplett. In Überzahl fasste sich Allén ein Herz, zog aus der Distanz ab und die Scheibe zappelte zum 3:2 im Netz. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch mit hochkarätigen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Doch erst kurz nach der zweiten Pause folgte der nächste Treffer. Raphael Herburger gelang in Unterzahl der 3:3-Ausgleich (41.). Dieser Treffer zeigte Wirkung. Die Kärntner übernahmen nun das Kommando. Ein Powerplay der Gäste überstanden die Montfortstädter dank eines Lattenschusses noch mit Glück, doch wenig später war Caffi geschlagen. Fabian Hochegger knallte die Scheibe vom Bullykreis zur 4:3-Führung in die Maschen (45.). Noch einmal bäumte sich der Tabellenvorletzte auf und Mathias Böhm verwertete in der 47. Minute einen Rebound zum 4:4. Doch die Freude währte nur Sekunden. Praktisch im Gegenzug antwortete der Rekordmeister: Nic Petersen nagelte den Puck zum fünften Mal in den Kasten. In der verbleibenden Zeit fanden die Pioneers keinen Weg mehr durch die KAC-Defensive.

