Wie das Land der TBC-Bedrohung begegnet

Aktuell sind sechs Höfe wegen der Infektion gesperrt. LR Gantner ruft auf zum gemeinsamen Kampf.
Bregenz Sechs Bauernhöfe sind derzeit in Vorarlberg wegen des TBC-Erregers gesperrt. Fünf davon befinden sich im Bregenzerwald, einer in Dornbirn. Von der Veterinärabteilung gab es im Landwirtschaftsausschuss des Landes aktuelle Informationen zum Thema TBC.
Demnach wurden bisher 6800 Rinder getestet. 22 davon diagnostisch getötet. Die Landesveterinärbehörde steht während des gesamten Prozesses in engem Austausch mit dem zuständigen Bundesministerium sowie der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES).
Zusammenarbeit gefordert
Auch das Rotwild steht mehr denn je im Mittelpunkt der TBC-Bekämpfung. Im laufenden Jagdjahr wurden bisher 904 ein- und mehrjährige Stück Rotwild untersucht, davon waren 47 positiv. Die Prävalenz liegt im Bekämpfungsgebiet im Bezirk Bludenz bei 7,6 Prozent, im Bezirk Bregenz bei 3,1 Prozent. Diese Zahlen liegen unter jenen vom Vorjahr.

Bis zu 30 Prozent erhöht wurden die angeordneten Abschussquoten für Rotwild, in Einzelfällen sogar bis zu 200 Prozent. Nach wie vor gelten auch weitere Vorsorgemaßnahmen. Dazu gehören der Verzicht auf Viehausstellungen sowie freiwillige Tests vor Viehversteigerungen.
Einmal mehr mahnt Landwirtschaftslandesrat Christian Gantner eine enge Zusammenarbeit zwischen Jagd, Landwirtschaft und Behörden ein.