Lieber Fußball-Profi in der Türkei statt Alltag in der Regionalliga West

VN / 29.01.2026 • 14:45 Uhr
Lieber Fußball-Profi in der Türkei statt Alltag in der Regionalliga West

Profikarriere in der Türkei statt Regionalliga West: Bahadir Gündogdu wechselt in die Türkei.VN/Stiplovsek

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Lauterach Er kam, traf – und ist schon wieder weg. Bahadir “Badi” Mehmet Gündogdu verlässt den FC Lauterach nach nur einer halben Saison. Der Mittelstürmer wechselt zum türkischen Drittligisten Usak Spor und unterschreibt dort einen Vertrag über zweieinhalb Jahre. Für den Regionalligisten ist es ein herber Verlust, für den 23-Jährigen ein großer Schritt in Richtung Profikarriere.

Sechs Tore in 13 Meisterschaftsspielen, zehnmal davon über die volle Distanz auf dem Platz gestanden – Neuzugang Gündogdu war der beste Torschütze der Lauteracher im Herbst. Schnell hatte sich der Offensivmann ins Team und in die höchste Amateurklasse Österreichs eingefügt. Seine körperliche Präsenz, seine Abschlussstärke, sein Gespür im Strafraum: all das machte ihn zu einem Schlüsselspieler. Nun ist klar: Die Nummer 30 wird man im Frühjahr im Bruno-Pezzey-Stadion vergeblich nachsehen.

Lieber Fußball-Profi in der Türkei statt Alltag in der Regionalliga West

Lauterach muss künftig auf seinen besten Torschützen verzichten.

Usak Spor, derzeit Sechster in der türkischen dritten Liga, wurde auf den Stürmer aufmerksam und reagierte prompt. Das Angebot war konkret, der Plan klar: Gündogdu soll bei Usak Spor eine wichtige Rolle im Offensivspiel übernehmen. Dass der Klub ihn mit einem langfristigen Vertrag bis Sommer 2028 ausstattet, zeigt das Vertrauen, das man in seine Fähigkeiten legt.

Beim FC Lauterach mischen sich Stolz und Wehmut. Sportchef Zlatko Jurcevic spricht offen über den Wechsel: “Wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen, haben ihn ziehen lassen, damit er es als Profi probieren kann. Er wird uns aber ganz sicher fehlen – und es ist schwierig, so jemanden zu ersetzen, vor allem im Winter”, sagt Jurcevic.

Ein Ersatz für Gündogdu sei nicht in Sicht. Der Transfermarkt im Winter ist dünn besetzt, vor allem wenn es um Stürmer mit nachgewiesener Torgefahr geht. Lauterach steht also vor einer Herausforderung – sportlich und strategisch. Denn der Abgang trifft nicht nur die erste Elf, sondern auch die Kaderplanung für das Frühjahr.

Für Gündogdu beginnt ein neues Kapitel in der Türkei. Für Lauterach heißt es nun: Lücke schließen, Fokus neu setzen und sich ohne den besten Torschützen auf eine intensive Rückrunde vorbereiten. Trainer Daniel Sereinig muss im Angriff improvisieren, eine Alternative ist, Pascal Dietrich oder Valentin Matkovic ganz vorne spielen zu lassen.VN-TK