Mädchenfußball mit Herz auch dank “Ma hilft”

“Kick mit”-Turnier in Lustenau förderte Sportsgeist und vereinsübergreifenden Zusammenhalt.
Lustenau Lernen und Kicken. Das ist in Kurzform die Beschreibung der Initiative “Kick mit” in Vorarlberg. Ein Projekt, das sich vor allem an Mädchen aus schwierigen sozialen Verhältnissen richtet, ihnen die Möglichkeit gibt, Förderunterricht in Anspruch zu nehmen und anschließend Fußball zu spielen. Die bundesweite Initiative wird in Vorarlberg durch den FC Lustenau umgesetzt. Im Stadion an der Holzstraße, der Heimstätte des ältesten Vorarlberger Fußballklubs, finden sich regelmäßig rund 45 Mädchen im Kinder- und Jugendalter ein. Dort geht’s zuerst unter fachmännischer Betreuung ab in die gut ausgestatteten Lernräume im Vereinsheim, anschließend mit ausgebildeten Trainerinnen und Trainern auf den Fußballplatz.
Special Needs-Team
Am Sonntag stand jedoch ausschließlich der Fußball im Mittelpunkt. Das große “Kick mit”-Turnier brachte insgesamt 18 Teams aus dem ganzen Land in die Gymnasiums-Sporthalle nach Lustenau. Nach den U 13 und den U 14 waren auch “Special Needs”-Teams im Einsatz. Mädchen und Buben mit Handicaps, die ungeachtet dessen mit großem Einsatz und einer Riesenbegeisterung dem runden Leder nachjagten.

“Die Unterstützung durch ‚Ma hilft‘ ermöglicht es uns, die Jugendlichen im Rahmen ihrer Fähigkeiten Fußball spielen zu lassen. Das nehmen sie mit großer Freude an”, erzählt Franz Göschl über seine Arbeit mit dem “Special Needs”-Team. Göschl ist ein Experte für die Betreuung von behinderten Menschen. Beim IFS unterstützt er Menschen mit Beeinträchtigung im Wohnbereich. Bei “Kick mit” ist er einer von vier Trainern, die sich mit großer Hingabe der mittlerweile 20 Youngsters annehmen und ihnen zahlreiche schöne Stunden bereiten.

Fußball wie Belohnung
Bei den U 13- und U 14-Teams sind mehrere Mädchen an Bord, die das kombinierte Angebot mit Förderunterricht und Fußball niederschwellig angesprochen hat. “Ich bin vor zweieinhalb Jahren zur Gruppe gestoßen. Es ist ein tolles Gefühl, in diesem Team mit allem Drum und Dran zu sein”, sagt Laura, die sowohl als Feldspielerin als auch als Torfrau der Mannschaft zur Verfügung steht. Im Lustenauer Derby gegen die Austria hält sie mit tollen Paraden das torlose Unentschieden fest.
Vielen Mädchen hat das Lernprogramm bereits nachhaltig geholfen. Das Fußballspielen wirkt dann fast wie eine Belohnung.

“Tolles Instrument”
Frauenfußball-Chef Thomas Sperger, der die Kick mit-Aktivitäten des FC Lustenau koordiniert, blickt auf eine erfreuliche Entwicklung des Projekts zurück. “Es ist ein tolles Instrument für Integration und sinnvolle Freizeitgestaltung. Dank “Ma hilft” haben wir die Möglichkeit, es in dieser Form umzusetzen.”

Die VN-Sozialorganisation unterstützt “Kick mit” jährlich mit 20.000 Euro.